Smartphone-Pionier Weißes Haus soll Alternativen zu Blackberry testen

Der Smartphone-Hersteller Blackberry ist angeschlagen, nun könnte er auch noch einen Vorzeigekunden verlieren: Das Weiße Haus testet laut einem Zeitungsbericht derzeit Geräte der südkoreanischen Hersteller Samsung und LG. Apples iPhone soll dagegen nicht im Rennen sein.

US-Präsident Obama mit Blackberry im Jahr 2008: Eingefleischter Nutzer
AP

US-Präsident Obama mit Blackberry im Jahr 2008: Eingefleischter Nutzer


Washington - Bislang hatte Blackberry Chart zeigen einen höchst prominenten Werbeträger: US-Präsident Barack Obama gilt als eingefleischter Nutzer der Smartphones. Nun aber droht dem ohnehin angeschlagenen Unternehmen laut einem Bericht des "Wall Street Journal" der Verlust des Vorzeigekunden. Im US-Präsidialamt werden der Zeitung zufolge derzeit Smartphones der südkoreanischen Hersteller Samsung Chart zeigen und LG getestet.

Das vom US-Konzern Apple Chart zeigen hergestellte iPhone sei dagegen nicht unter den Testgeräten, hieß es unter Berufung auf eine informierte Person. Die Tests seien noch in einer frühen Phase.

Um den besonderen Sicherheitsanforderungen zu entsprechen, soll Blackberry eine eigenständige Infrastruktur für das Weiße Haus aufgebaut haben. Das kanadische Unternehmen kämpft nach dem Flop eines neuen Touchscreen-Modells und massiven Einbußen bei Marktanteilen ums Überleben. Der neue Chef John Chen will den Hersteller mit einem Fokus auf Firmenkunden, Sicherheit und die klassischen Blackberry-Tastaturen aus der Krise führen.

dab/dpa



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Olaf 21.03.2014
1.
Zitat von sysopAPDer Smartphone-Hersteller Blackberry ist angeschlagen, nun könnte er auch noch einen Vorzeigekunden verlieren: Das Weiße Haus testet laut einem Zeitungsbericht derzeit Geräte der südkoreanischen Hersteller Samsung und LG. Apples iPhone soll dagegen nicht im Rennen sein. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/weisses-haus-soll-alternativen-zu-blackberry-geraeten-testen-a-959963.html
Einer der Unterschiede zu uns: Die USA nehmen die Sicherheit ihrer Kommunikations- und IT-Systeme auf Regierungsebene bis herauf zum Präsidenten sehr ernst. Während bei uns hochrangige Politiker und Beamte gerne damit kokettieren, dass sie sich um solche Regularien nicht kümmern. Wo doch "krypto" Telefonieren so umständlich ist und man in den abhörsicheren Konferenzräumen doch immer so ein stickiges Gefühl hat.
ijf 21.03.2014
2. optional
Ich gehoere auch zu der unverbesserlichen minderheit der BB-junkies - aber die letzten modelle fand ich so graesslich, dass ich letzten sommer stattdessen bei "resteverwertern" nach einem ersatz fuer meinen torch suchte. Und ja, auch ich beäuge seit einiger zeit immer mal wieder samsung- oder LG-alternativen... Denn RIM scheint ja fest entschlossen, untergehen zu wollen :(
Ebs69 21.03.2014
3. Totgesagte leben länger!
"Die Tests seien noch in einer frühen Phase." ..ich denke mal, dies ist die entscheidende Aussage in diesem Artikel! Wer sich darüber hinaus eine realistische Meinung zum vermeintlichen Niedergang von BlackBerry machen möchte, sollte zunächst einmal anerkennen, dass RIM nicht zufällig heute BlackBerry heißt. Diese Firma hat seit einem guten Jahr einen grundlegenden Wandel hinter sich. Die Umsätze werden die Kanadier künftig nicht mehr nur mit Hardware machen, sondern BlackBerry ist mittlerweile im Wesentlichen ein Softwareunternehmen. QNX, BES10, BB10.2.1 und BBM4all sind inzwischen zu vier Standbeinen bzw. Unternehmensbereichen herangewachsen, die diese Firma mit Sicherheit in die Zukunft tragen werden, ob dies nun mehr oder weniger schlaue amerikanische Beamte okay finden oder nicht!
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