Wettkampf mit Coca-Cola Pepsi entlässt fast 9000 Mitarbeiter

Mehr Geld für Werbung, weniger fürs Personal: Im Ringen mit Coca-Cola will der Brausekonzern PepsiCo rund 8700 Mitarbeiter entlassen. Dabei lief das Geschäft im vergangenen Jahr nicht schlecht.

Pepsi-Flaschen: "2012 wird ein Jahr des Umbaus werden"
REUTERS

Pepsi-Flaschen: "2012 wird ein Jahr des Umbaus werden"


New York - Harte Einsparungen bei PepsiCo Chart zeigen: Der US-Getränkekonzern will rund 8700 Mitarbeiter entlassen, etwa drei Prozent aller Beschäftigten. Bis zum Jahr 2014 sollten weltweit insgesamt 1,5 Milliarden Dollar eingespart werden. Ob auch Mitarbeiter in Deutschland betroffen sind, war zunächst nicht bekannt. Das Unternehmen erklärte am Donnerstag lediglich, dass 30 Länder von den Einschnitten betroffen seien.

Das eingesparte Geld soll unter anderem in mehr Werbung und Marketingmaßnahmen gesteckt werden - und damit in den Wettbewerb mit Coca-Cola Chart zeigen. Alleine in diesem Jahr steigt der Posten für Werbung um bis zu 600 Millionen Dollar, das meiste Geld fließt in den hart umkämpften US-Markt. Auch die Pepsi-Aktionäre sollen einen Teil des Geldes abbekommen - durch eine höhere Dividende und einen Aktienrückkauf.

"2012 wird ein Jahr des Umbaus werden", sagte Konzernchefin Indra Nooyi. Pepsi muss sich nicht nur Coca-Cola erwehren, sondern auch gestiegene Rohstoffkosten verdauen. In diesem wirtschaftlichen Umfeld sei es nicht möglich, einfach die Preise für Pepsi-Produkte im gleichen Maße zu erhöhen, teilte der Konzern mit. "Wir mussten einige harte Entscheidungen treffen", sagte Finanzchef Hugh Johnston.

Dabei steht Pepsi nicht schlecht da: Im vergangenen Jahr stieg der Gewinn um zwei Prozent auf unterm Strich 6,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 66,5 Milliarden Dollar zu. Coca-Cola war jedoch noch rasanter gewachsen. Das hatte den Druck auf Pepsi erhöht.

Für 2012 rechnet PepsiCo wegen der Investitionen mit einem Ergebnisrückgang um fünf Prozent. Im kommenden Jahr sei dann wieder ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich zu erwarten. Die Aktionäre schienen aber nicht überzeugt, dass die jetzt verkündeten Einschnitte ausreichen, um Pepsi in eine bessere Position zu bringen: Die Aktie fiel im frühen New Yorker Handel um gut drei Prozent.

dab/dpa/Reuters



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