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Offshore-Windpark Bard 1 Erst die Pannenserie, dann ein Brand

Schon seit Monaten liefert Deutschlands erster großer Offshore-Windpark Bard 1 keinen Strom mehr - nun musste die für Anfang Juni geplante Wiederinbetriebnahme nach SPIEGEL-Informationen verschoben werden. Wer trägt die Schuld an dem Ausfall?
Offshore-Windpark "Bard 1" (im August 2013): Wiedereröffnung verschoben

Offshore-Windpark "Bard 1" (im August 2013): Wiedereröffnung verschoben

Foto: FABIAN BIMMER/ REUTERS

Bard 1, das rund hundert Kilometer vor der friesischen Küste in der Nordsee liegt, war erst vergangenen August in Betrieb genommen worden. Schon Mitte Januar kam es zu ersten Problemen in der Übertragungsstation, die den Windstrom an Land leitet. Im Februar musste die Anlage wegen Überlastungen drei weitere Male abgeschaltet werden.

Ende März schließlich kam es zu einem Schwelbrand und damit zum vorläufigen Ausfall. Der von Bard 1 gelieferte Strom habe nicht den technischen Anforderungen entsprochen, so Netzbetreiber Tennet. Bard 1 gehört über eine Tochterfirma der Hypo-Vereinsbank. Die erklärt, dass ihr "detaillierte Informationen über die technischen Gründe der Abschaltung" nicht vorlägen.

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Es geht um viel Geld: Liegt die Schuld für den Ausfall bei Tennet oder beim Konstrukteur ABB, werden Bard 1 die Ausfallkosten erstattet, wenn nicht, muss die Bank womöglich Schadensersatz zahlen.