VW Winterkorn verlängert Vertrag bis 2018

Der VW-Konzern strauchelt auf dem Weg zur Weltmarktführerschaft. Konzernchef Martin Winterkorn will gegensteuern: Er verlängert nach Informationen des manager magazin seinen Vertrag - und plant ein großes Sparprogramm.

VW-Chef Winterkorn: Gewaltige Einsparungen geplant
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VW-Chef Winterkorn: Gewaltige Einsparungen geplant

Von manager-magazin-Redakteur Michael Freitag


Hamburg - Volkwagen-Chef Martin Winterkorn wird seinen Vertrag voraussichtlich um zwei Jahre bis 2018 verlängern. Darauf hat er sich nach Informationen des manager magazin mit der Aufsichtsratsspitze verständigt. Gemeinsam mit Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch will Winterkorn trotz jüngster Rückschläge das gemeinsame Lebensziel doch noch erreichen: Beide wollen VW zum Weltmarktführer in der Autoindustrie machen.

Nach Informationen aus Aufsichtsratskreisen will sich Winterkorn persönlich darum kümmern, dass der Konzern die von ihm in der "Strategie 2018" festgeschriebenen Ziele erfüllt. Insbesondere wolle sich der Volkswagen-Chef um die Rendite der von ihm selber geführten Marke VW kümmern. Vor Führungskräften kündigte Winterkorn dazu ein Sparprogramm an. Mit Hilfe dieses Programm solle der Kostenanstieg bis 2018 um etwa 5,5 Milliarden Euro pro Jahr gebremst werden.

Der aktuelle Vertrag des 67-jährigen Winterkorn läuft bis zum 31. Dezember 2016. Formell kann der Aufsichtsrat damit erst Ende 2015 über die Verlängerung entscheiden. Zuletzt hatten im Konzern wiederholt Gerüchte für Unruhe gesorgt, Winterkorn könne den Markenvorsitz bei VW abgeben und sich auf seine Rolle als Holding-Chef beschränken. Statt dessen wird er einen weiteren Markenchef in den Konzernvorstand holen. Nach Informationen des manager magazins wird Porsche-Chef Matthias Müller mittelfristig in die Holding-Führung aufrücken. Bislang gehört Audi-Topmann Rupert Stadler als einziger Markenchef neben Winterkorn gleichzeitig dem Konzernvorstand an.

Das von Martin Winterkorn angekündigte Sparprogramm läuft im Konzern unter dem Namen "Future Tracks". Winterkorn will die jährlichen Einsparungen nach und nach erhöhen. Final sollten zum Beispiel Entwicklung, Produktion und Vertrieb jeweils rund eine Milliarde Euro weniger ausgeben als aktuell geplant, heißt es in Wolfsburg. Der Vorstandsvorsitzende reagiere damit auf Warnungen der Konzernfinanzer. Demnach könnte die Marke VW schon 2015 auf eine Umsatzrendite von einem Prozent absinken. Winterkorn hat angekündigt, die Marke VW werde 2018 eine Umsatzrendite von sechs Prozent vor Steuern erreichen. Für den Gesamtkonzern liegt die Vorgabe bei acht Prozent.

Ohne eine massive Senkung der Kosten seien beide Ziele gefährdet, heißt es im Unternehmen. Winterkorn fürchte gar, dass bei einer Konjunkturkrise die Marke VW in wirkliche Not gerate, falls er nicht rasch bei den Kosten gegensteuere.

insgesamt 9 Beiträge
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dbrown 15.07.2014
1. hmm...
...ob dieser Herr auch auf Kohle verzichtet? Sagen wir mal...15 Millionen? Nur ein einziges, klitzekleines Jährchen?
weißbrot 15.07.2014
2.
Zitat von dbrown...ob dieser Herr auch auf Kohle verzichtet? Sagen wir mal...15 Millionen? Nur ein einziges, klitzekleines Jährchen?
Warum sollte er? Verzichten Sie auf Ihres?
bernd.stromberg 15.07.2014
3.
Zitat von weißbrotWarum sollte er? Verzichten Sie auf Ihres?
"Warum sollte er" - ganz einfach weil er eine *Führungskraft* ist. Und wer er Sparmaßnahmen ankündigt, ist er gut beraten sich symbolisch zu beteiligen. Wasser zu predigen und dann selbst den besten Wein zu saufen kann man machen, ist in der Regel aber als Führungskraft nicht so klug in Bezug aufs Image und die Motivation der eigenen Leute, die man gerade "eingespart" hat oder zum sparen gezwungen hat. Dass Ihnen das egal ist oder Sie es nicht verstehen ist geschenkt...
Tatarak 15.07.2014
4. Falsches Konzept
"und plant ein großes Sparprogramm" Mit Sparprogrammen konnte noch nie ein Unternehmen expandieren. Ganz im Gegenteil. So wird das nie was mit der Marktführerschaft.
hermannheester 15.07.2014
5. Und darauf einen Winterkorn?
Zitat von sysopDPADer VW-Konzern strauchelt auf dem Weg zur Weltmarktführerschaft. Konzernchef Martin Winterkorn will gegensteuern: Er verlängert nach Informationen des manager magazin seinen Vertrag - und plant ein großes Sparprogramm. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/winterkorn-verlaengert-vertrag-bei-vw-bis-2018-a-981147.html
VW befindet sich auf der Einbahnstraße zum Erfolg? Das hat angeblich ein gewisser Winterkorn so eingerichtet. Allerdings stehen die politischen und gesellschaftlichen Signale in eine entsprechend wünschenswerte Richtung, so daß es kaum notwendig sein wird, sich einen solchen Luxusartikel weiter leisten zu müssen. Ein Mann, der ohne Komplexe auch für die Hälfte oder weniger arbeitet und damit Kapital für die Festeinstellung von z.B. ein paar Tausend Leiharbeitern freimacht, wäre sich das bessere Zeichen für den Konzern.
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