Umstrittene Filiale in Singapur Wirecard erklärt Weggang von Compliance-Manager

Angebliche Bilanzfälschungen bei Wirecard haben das Unternehmen an der Börse stark belastet. Der Abgang eines Compliance-Managers sorgte für neue Unruhe - soll laut Unternehmen aber nichts mit dem Fall zu tun haben.

Wirecard Firmenzentrale in Bayern (Archiv)
DPA

Wirecard Firmenzentrale in Bayern (Archiv)


Die Wirecard-Niederlassung in Singapur stand im Zentrum von Betrugsvorwürfen. Der Weggang eines leitenden Compliance-Managers hängt dessen Aussagen zufolge allerdings nicht mit den Unregelmäßigkeiten zusammen.

Royston Ng ließ von dem Konzern mitteilen, sein Schritt stehe in keinem Zusammenhang mit einem Untersuchungsbericht der Anwaltskanzlei Rajah & Tann. Die Kanzlei war dem Verdacht der Bilanzfälschung in Singapur nachgegangen.

Wirecard teilte mit, die Untersuchung habe sich auch nicht auf den Verantwortungsbereich des Managers bezogen. Dieser ließ außerdem mitteilen, er verlasse das Unternehmen, um andere Karrieremöglichkeiten zu verfolgen. Compliance-Manager sind dafür verantwortlich, dass Unternehmen Gesetze und Regeln einhalten.

Achterbahnfahrt an der Börse

Wirecard sieht sich seit einiger Zeit mit dem Vorwurf finanzieller Unregelmäßigkeiten in seiner Niederlassung in Singapur konfrontiert. Vor Kurzem hatte der Zahlungsabwickler mitgeteilt, dass die Untersuchung durch die örtliche Anwaltskanzlei Rajah & Tann die Vorwürfe überwiegend entkräftet und nur zu einem kleinen Teil bestätigt habe.

Die Wirecard-Aktie reagierte mit einer Achterbahnfahrt auf die immer neuen Vorwürfe und Verteidigungen und war damit zuletzt der am stärksten schwankende Titel im Dax. Als am Freitag bekannt wurde, dass der in Singapur ansässige Compliance-Manager Royston Ng den Konzern verlassen hat, sorgte dies für neue Verunsicherung.

brt/Reuters



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