Ex-Wirecard-Chef Markus Braun bleibt in Untersuchungshaft

Seit Sommer 2020 sitzt Ex-Wirecard-Chef Markus Braun in Untersuchungshaft. Trotz Forderungen seiner Anwälte nach einer Freilassung bleibt er dort. Ein anderer Ex-Manager des ehemaligen Dax-Konzerns kommt frei.
Der ehemalige Wirecard-Chef Markus Braun (r.) muss in Untersuchungshaft bleiben

Der ehemalige Wirecard-Chef Markus Braun (r.) muss in Untersuchungshaft bleiben

Foto: FABRIZIO BENSCH / REUTERS

Der ehemalige Wirecard-Chef Markus Braun muss in Untersuchungshaft bleiben. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) München, wie es in einer Mitteilung heißt. Der Entscheidung des OLG war ein wochenlanges Tauziehen zwischen Staatsanwaltschaft und den Verteidigern Brauns vorausgegangen.

Entlassen wird hingegen ein Wirecard-Manager aus der Finanzabteilung des Konzerns. Der ehemalige Buchhalter Stephan von Erffa kommt gegen Auflagen auf freien Fuß.

Der mittlerweile zerschlagene Wirecard-Konzern hatte im vergangenen Juni Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und in der Folge Insolvenz angemeldet. Der zuvor lange gefeierte Zahlungsdienstleister flog aus dem Deutschen Aktienindex Dax.

Die Strafverfolger gehen davon aus, dass Wirecard seit 2015 Scheingewinne auswies. Unter anderem Ex-Chef Braun sitzt seit Sommer 2020 in Untersuchungshaft. Ihm wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen.

hba/dpa

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