Wirtschaftsdaten Gute US-Konjunktur treibt Aktienkurse nach oben

Die Aussichten für die US-Konjunktur hellen sich auf. Laut neuesten Umfragedaten wuchs die Industrie im Dezember überraschend stark. Auch aus der Baubranche kommen gute Nachrichten. Die Anleger an den Aktienbörsen zeigten sich begeistert: Die Kurse legten deutlich zu.

Börse in New York: Zum Handelsbeginn stiegen die Kurse
Corbis

Börse in New York: Zum Handelsbeginn stiegen die Kurse


New York - Die US-Wirtschaft kommt offenbar immer besser in Schwung. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der amerikanischen Einkaufsmanager ist im Dezember überraschend von 52,7 Punkten auf 53,9 Punkte gestiegen. Das teilte das Institute for Supply Management (ISM) mit, das regelmäßig Einkaufsmanager amerikanischer Unternehmen befragt.

Der Dezember-Wert ist der höchste Stand seit Juni. Ab 50 Punkten signalisiert der Index Wachstum. Auch am Bau geht es aufwärts: Die Ausgaben in dieser Branche stiegen im November um 1,2 Prozent - und damit überraschend kräftig. Aufs Jahr hochgerechnet ergibt dies eine Summe von 807,1 Milliarden Dollar - der höchste Wert seit fast anderthalb Jahren.

An den Aktienmärkten wurden die Konjunkturdaten aus den USA positiv aufgenommen: Der US-Index Dow Jones Chart zeigen stieg kurz nach Handelsbeginn um 1,8 Prozent und schloss mit einem Gewinn von 1,47 Prozent bei 12.397 Punkten - der höchste Stand seit Ende Juli 2011. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 1,55 Prozent auf 1277 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq Composite Chart zeigen rückte der Composite-Index um 1,67 Prozent auf 2648 Punkte vor, der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,94 Prozent auf 2321 Punkte.

In Deutschland schloss der Leitindex Dax Chart zeigen bei 6166 Punkten - 1,5 Prozent höher als am Montag. Der EuroStoxx 50 Chart zeigen stieg um 0,8 Prozent auf 2389 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Ende Oktober 2011.

Die von dem ISM-Institut vorgelegten Daten enthielten noch weitere gute Nachrichten für die Investoren: Der Teilindex für den Auftragseingang verzeichnete den dritten Anstieg in Folge. Und auch das ISM-Barometer für die Beschäftigung ging nach oben. "Das Jahr 2011 endet im Aufwind", meint Bradley Holcomb vom ISM Manufacturing Business Survey Committee. Auch Ökonom Dirk Chlench von der LBBW sieht es ähnlich: "Der jüngste Anstieg des ISM-Index reiht sich in die positiven Konjunkturnachrichten der letzten Wochen ein und bekräftigt unsere Prognose, dass die US-Wirtschaft im Schlussquartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von fünf Prozent gewachsen ist."

Das größte Problem der US-Wirtschaft bleibt der Arbeitsmarkt: Das Wirtschaftswachstum war im Sommerquartal mit zwei Prozent zu schwach ausgefallen, um eine nachhaltige Erholung des Jobmarktes anzustoßen. Zuletzt war die Arbeitslosenquote indes gefallen.

stk/Reuters



insgesamt 2 Beiträge
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marthaimschnee 03.01.2012
1. und nächste Woche wieder runter
---Zitat--- Die Aussichten für die US-Konjunktur hellen sich auf ---Zitatende--- Na klar doch! Im letzten Jahr hab ich gefühlte hundert Mal die gesamte Palette von Megawachstum bis zur absoluten Rezession gehört. Normalerweise im zwei Wochen Rhytmus wechselnd. Die Glaubwürdigkeit solcher Nachrichten ist gleich NULL!
besserbescheidwisser 04.01.2012
2. glaubwürdigkeit
Zitat von marthaimschneeNa klar doch! Im letzten Jahr hab ich gefühlte hundert Mal die gesamte Palette von Megawachstum bis zur absoluten Rezession gehört. Normalerweise im zwei Wochen Rhytmus wechselnd. Die Glaubwürdigkeit solcher Nachrichten ist gleich NULL!
So Unglaubwürdig finde ich das nicht. Das Hauptproblem der USA waren die Kriege in Irak und Afghanistan. Im Irak sind sie schon zum größten Teil abgezogen und aus Afghanistan werden sie sich in den nächsten zwei Jahren auch immer mehr zurückziehen. Wenn diese beiden Kostentreiber immer mehr verschwinden, können sie sich wieder auf ihre Wirtschaft konzentrieren und weil sie im Gegensatz zu Deutschland keinen so riesigen Sozialstaat zu finanzieren haben, glaube ich, dass sie ihre Konjunktur sehr schnell ankurbeln können. Immer vorausgesetzt sie fangen keinen neuen Krieg mehr an.
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