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29. Januar 2019, 19:01 Uhr

Haushaltswarenhersteller WMF

Ein Salzstreuer wird zum Kulturdenkmal

Baden-Württemberg ehrt den Haushaltswarenhersteller WMF. Dessen Warenarchiv ist in das Denkmalbuch des Landes aufgenommen worden. Hier finden sich Designklassiker - und ein gigantisches Portal.

Die Palette reicht von versilberten Kuchengabeln und Eierbechern bis hin zu Reiterstandbildern und einem gigantischen Kirchenportal: Das historische Warenarchiv der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF) ist mit seinen mehr als 11.000 Einzelstücken in das Denkmalbuch des Landes Baden-Württemberg aufgenommen worden. Die Urkunde wurde am Firmensitz in Geislingen an der Steige überreicht.

Damit zählt der WMF-Fundus mit seinen Serien- und Einzelstücken aus der mehr als 150 Jahre währenden kunstgewerblichen und industriellen Produktion zu den Kulturdenkmälern von besonderer Bedeutung, die zusätzlichen Schutz verdienen. Prunkstück der WMF-Sammlung ist eine 1913 fertiggestellte, sechs Meter hohe Nachbildung des Ostportals des Baptisteriums von Florenz, der sogenannten Paradiestür. Zu den bekanntesten Exponaten gehören Haushaltsutensilien aus Cromargan wie Butterdosen, Bestecke und Eierbecher.

Der schwäbische Besteck- und Kaffeemaschinenhersteller WMF gehört seit 2016 zum französischen SEB-Konzern (Moulinex, Krups). Zuvor hatte WMF vier Jahre lang dem US-Finanzinvestor KKR gehört. Dieser hatte durch den Verkauf 1,6 Milliarden Euro erlöst.

mmq/dpa

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