Wrightbus Hersteller der Londoner Doppeldeckerbusse ist pleite

Die roten Doppeldeckerbusse sind charakteristisch für London - nun hat die Herstellerfirma Insolvenz angemeldet. 1250 Mitarbeiter wurden entlassen.
Roter Doppeldeckerbus in London: "Nicht gelungen, einen Käufer zu finden"

Roter Doppeldeckerbus in London: "Nicht gelungen, einen Käufer zu finden"

Foto: Toby Melville / REUTERS

Der Hersteller der roten Doppeldeckerbusse, die das Stadtbild von London prägen, ist pleite. Das teilte die Gewerkschaft Unite mit.

Demnach sei die nordirische Firma Wrightbus mit 1250 Mitarbeitern unter Zwangsverwaltung gestellt worden. Die Arbeitnehmervertreter appellierten an Premierminister Boris Johnson, der 2012 in seiner Zeit als Londons Bürgermeister 600 "Boris-Busse" geordert hatte, einzugreifen, um das Unternehmen zu retten.

Eine ehemalige Wrightbus-Sprecherin wollte sich nicht äußern. Sie verwies lediglich auf die Wirtschaftsberater von Deloitte, die das Gläubigerschutzverfahren kontrollieren.

Von Deloitte hieß es: "Trotz umfangreicher Bemühungen in den vergangenen Monaten ist es nicht gelungen, einen Käufer zu finden, der den Betrieb fortführen wollte." 1200 Mitarbeiter wurden demnach entlassen.

Sie würden "alle verbleibenden Optionen für das Geschäft und die Vermögenswerte prüfen und alle Parteien mit Interesse ermutigen, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen", hieß es weiter.

cop/Reuters
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