Wüstenstrom Desertec-Gesellschaft will bis November Arbeit aufnehmen

Das größte Solarprojekt der Geschichte nimmt Formen an: Die Desertec-Planer wollen laut "Süddeutscher Zeitung" in den kommenden zwei Monaten mit der Arbeit starten. Vorher aber muss noch der Chefposten besetzt werden.

Solarkraftwerk in der Negev-Wüste in Israel: "Das Projekt geht schnell voran"
AP

Solarkraftwerk in der Negev-Wüste in Israel: "Das Projekt geht schnell voran"


München - Die Operation Wüstenstrom kommt voran. Wenige Wochen nur noch, dann soll das größte Solarprojekt der Geschichte erste Formen annehmen. "Wir werden im Oktober, spätestens im November mit Gründung der Desertec-Gesellschaft an den Start gehen", sagte René Umlauft, Chef der Division Erneuerbare Energien von Siemens der "Süddeutschen Zeitung". Die Planungen seien weit fortgeschritten. "Wir kümmern uns um die Detailarbeit." In wöchentlichen Treffen würden die Mitglieder der Initiative derzeit an einer Geschäftsordnung und dem Gesellschaftervertrag arbeiten.

Als wichtigste Entscheidung gilt in Kreisen des Konsortiums die Besetzung des Desertec-Chefpostens. Nach Informationen der Zeitung ist der Ex-Bundesumweltminister und frühere Chef der UN-Umweltorganisation UNEP, Klaus Töpfer, Wunschkandidat mehrerer Mitglieder. Derzeit werde über die Besetzung und den Zuschnitt der Führungsposten gesprochen, sagte Umlauft, ohne Namen zu nennen. In den kommenden gut zwei Monaten wolle das Konsortium aber alle wichtigen Entscheidungen getroffen haben. "Das Projekt geht schnell voran", sagte Umlauft.

Nach Angaben Umlaufts wird Desertec erst der Anfang sein, schreibt die Zeitung weiter. Von derzeit drei Prozent werde der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion weltweit bis 2030 auf 17 Prozent steigen. Einzelne Länder wie Neuseeland könnten dann 90 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen speisen. Energie aus Sonne und Wind werde immer konkurrenzfähiger. Bereits in fünf bis sechs Jahren werde sich die Produktion von Ökostrom vielerorts auch ohne Subventionen rechnen.

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Frank und gerne Frei 08.07.2009
1.
Sinnvoll ist es, beides zu haben....
AndyH 08.07.2009
2.
Zitat von sysopDie Strombranche befindet sich im Umbruch. Können Wind und Sonne die konventionellen Energieträger ablösen? Oder bleibt Deutschland angewiesen auf Kohle und Atom?
Es gibt kein "Umbruch" nirgendwo. Jeder arbeitet mit dem was er hat. Es wird sich langfristig nichts ändern, ausser durch Staatsterror in Form von EEG. Deutschland hat die Braunkohle in Mengen wie Irak Öl. Es wäre hirnrissig jetzt eine Ideologie zu installieren, der dies entwertet. Solar und andere flächengebundene "regenerative" Energien sind vernachlässigbar, bis auf Wasser das ist aber ausgereizt.
kdshp 08.07.2009
3.
Zitat von sysopDie Strombranche befindet sich im Umbruch. Können Wind und Sonne die konventionellen Energieträger ablösen? Oder bleibt Deutschland angewiesen auf Kohle und Atom?
Hallo, was für eine frage ! Natürlich sonnenstrom und das wird kommen zwar arbeiten die lobbys und politiker noch stark dagegen aber er wird kommen. Ich schaue auch schon was eine solarstromalange für mein haus kostet bzw. ich spare schon dafür und werde mir zu 100% eien holen. Hier hätte die regierung auch was machen sollen ähnlich wie diese abwrackprämie so eien art 100.000 dächer solar programm. man was hätten wir an energie gespart und auch an co2. Atomstrom war gestern !
LumpY 08.07.2009
4.
Zitat von AndyHEs gibt kein "Umbruch" nirgendwo. Jeder arbeitet mit dem was er hat. Es wird sich langfristig nichts ändern, ausser durch Staatsterror in Form von EEG. Deutschland hat die Braunkohle in Mengen wie Irak Öl. Es wäre hirnrissig jetzt eine Ideologie zu installieren, der dies entwertet. Solar und andere flächengebundene "regenerative" Energien sind vernachlässigbar, bis auf Wasser das ist aber ausgereizt.
Sie kennen aber schon die Klimastudien des IPCC? Die Braunkohle nicht entwerten!? hallo? das ist weder der Umwelt noch unseren Nachfahren gegenüber zu Verantworten auf solch eine Energiegewinnung zu setzten.
AndyH 08.07.2009
5.
Zitat von LumpYSie kennen aber schon die Klimastudien des IPCC? Die Braunkohle nicht entwerten!? hallo? das ist weder der Umwelt noch unseren Nachfahren gegenüber zu Verantworten auf solch eine Energiegewinnung zu setzten.
Interessiert defacto keinem, ausser als Möglichkeit die Luft zu besteuern. Unser nachfahren wird nicht dadurch geholfen, dass wir das Land deindustrialisieren bis aussieht wie Michigan.
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