Wegen Schaben in der Fabrik Bley nimmt Wurst vom Markt

Schaben haben die Produktion des Fleischlieferanten Bley stillgelegt. Das Unternehmen nimmt sämtliche Waren vorübergehend vom Markt. Die Firma hat einen Verdacht, wie die Schädlinge in den Betrieb gelangt sein können.
Wurstwaren (Archivbild): Wegen Ungezieferbefall nimmt Bley seine Waren vom Markt

Wurstwaren (Archivbild): Wegen Ungezieferbefall nimmt Bley seine Waren vom Markt

Foto: Maurizio Gambarini/ DPA

Der Fleischlieferant Bley hat seine komplette Produktion wegen eines Schädlingsbefalls gestoppt. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Waren vorübergehend vom Markt genommen, sagte Geschäftsführer Rolf Bley.

"Wir haben sofort Spezialisten zur Schädlingsbekämpfung und Hygienelabore hinzugezogen und sind gerade dabei, unseren gesamten Betrieb von Grund auf zu reinigen und zu desinfizieren", schrieb die Bley Fleisch- und Wurstwaren GmbH aus Edewecht bei Oldenburg auf Facebook.

Für Verbraucher besteht demnach keine Gefahr. "Es wurden keinerlei Verunreinigungen an unseren Lebensmitteln festgestellt", hieß es. Bley zufolge waren in dem Betrieb Schaben entdeckt worden. Waren von anderen Bley-Produktionsstandorten, die etwa zum Bremer Weihnachtsmarkt geliefert werden, seien nicht betroffen.

Schaden auf mehr als eine Million Euro geschätzt

Aus Sicherheitsgründen hat das Unternehmen trotzdem alle Waren vorübergehend vom Markt genommen, sagte Bley. Dem Geschäftsführer zufolge wurden die Produkte an Händler im Nordwesten verkauft.

Der Betrieb wird demnach erst wiederaufgenommen, wenn die Reinigungsarbeiten beendet sind und gemeinsam mit Experten und der Behörde Entwarnung gegeben werden kann. Bley hofft, dass dies spätestens Ende nächster Woche geschehe.

Der Schaden für das Unternehmen beträgt ersten Schätzungen zufolge mehr als eine Million Euro. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Schaben über eine gebraucht gekaufte Maschine in den Betrieb gelangt seien. Zuvor habe es noch nie Probleme mit Schädlingen gegeben.

brt/dpa