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13. März 2017, 18:17 Uhr

Yahoo-Chefin

Marissa Mayer bekommt 23 Millionen Dollar Abfindung

Sie kam als Hoffnungsträgerin und scheiterte: Nicht einmal der Name bleibt vom Internetkonzern Yahoo. Dennoch bekommt Chefin Marissa Mayer 23 Millionen Dollar, wenn sie geht.

Knapp fünf Jahre nach dem Wechsel von Marissa Mayer an die Spitze von Yahoo ist von dem Internetkonzern nicht mehr viel übrig, dieser Rest wird voraussichtlich zur Jahresmitte in Altaba umbenannt. Dann wird Mayer die Unternehmensführung verlassen - mit stattlicher Abfindungs- und Aktienzusagen. Insgesamt 23 Millionen Dollar umfasst der sogenannte goldene Schirm für die 41-Jährige, wie aus Unterlagen hervorgeht, die Yahoo bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat (hier als PDF-Datei).

Mayer steht demnach eine Abfindung in Höhe von drei Millionen Dollar in bar und Aktien im Wert von knapp 20 Millionen Dollar zu, wenn sie nach ihrem Ausscheiden aus der Führungsspitze das Unternehmen ganz verlässt. Das ist deutlich weniger als die knapp 55 Millionen Dollar, die noch im Mai 2016 für den Fall ihrer Kündigung als Ansprüche bestanden hatten.

Mayer hatte seit Sommer 2012 versucht, die Talfahrt von Yahoo zu stoppen, konnte aber trotz hoher Investitionen in Medieninhalte und teurer Zukäufe den Schrumpfkurs nicht umkehren. Im vergangenen Jahr hatte Mayer das Webgeschäft von Yahoo - einst der Kern des Unternehmens - an den Telekomkonzern Verizon für 4,8 Milliarden Dollar verkauft. Der Deal soll bis zum Sommer abgeschlossen werden.

Übrig bleiben von Yahoo dann vor allem die Beteiligungen an der chinesischen Handelsplattform Alibaba und dem Gemeinschaftsunternehmen Yahoo Japan. Dieses Restunternehmen soll dann in Altaba umbenannt und von Thomas McInerney geführt werden, wie Yahoo ankündigte. McInerney war früher unter anderem Finanzchef beim Internet-Konzern IAC, zu dem etwa die Videoplattform Vimeo und die Dating-App Tinder gehören.

Die nun bekannt gewordenen Ansprüche relativieren einen bemerkenswerten Verzicht Mayers: Erst in der vorvergangenen Woche hatte sie mitgeteilt, dass sie auf ihre jährliche Prämie von bis zu zwei Millionen Dollar sowie Aktien im Wert von mindestens zwölf Millionen Dollar verzichte. Grund dafür waren umfangreiche Datendiebstähle in den Jahren 2013 und 2014, die später bekannt wurden und den Verkaufspreis des Webgeschäfts nachträglich um 350 Millionen Dollar drückten.

fdi/dpa

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