Verschmelzung mit AOL Yahoo könnte bald Oath heißen

Der Internetpionier Yahoo verliert offenbar bald seinen Namen. Laut Andeutungen von AOL-Chef Tim Armstrong wird Yahoo mit der Verizon-Tochter verschmolzen und in Oath umbenannt.
Yahoo-Logo

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Foto: © Kimberly White / Reuters/ REUTERS

Das US-Internetunternehmen Yahoo soll nach seiner Übernahme durch den US-Telekommunikationsriesen Verizon offenbar mit der Verizon-Tochter AOL zu einer Einheit verschmelzen, die den Namen Oath trägt. "TakeTheOath" schrieb AOL-Chef Tim Armstrong am Montag im Kurzmitteilungsdienst Twitter und machte damit ein Wortspiel, das sowohl "Nimm Oath" als auch "Leiste den Eid" bedeutet.

Verizon übernimmt Yahoo für 4,48 Milliarden Dollar. Das Geschäft soll bis Juli abgeschlossen sein. Wegen massiver Hackerangriffe auf Yahoo hatte sich der Kaufpreis um 350 Millionen Dollar verringert.

Yahoo hatte im September den bis dahin größten Datenklau bei einem einzelnen Unternehmen bekanntgegeben: Im Jahr 2014 wurden Daten von rund 500 Millionen Yahoo-Nutzern entwendet. Im Dezember folgte dann das Eingeständnis, dass unbekannte Hacker schon im Jahr 2013 persönliche Daten von mehr als einer Milliarde Nutzer gestohlen hatten. Entwendet wurden unter anderem E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, verschlüsselte Passwörter sowie verschlüsselte oder unverschlüsselte Sicherheitsfragen und deren Antworten.

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Yahoo trägt die Kosten der Untersuchung der Hackerangriffe durch die Börsenaufsicht SEC und auch die Kosten für mögliche Klagen von Aktionären wegen der Hackerangriffe. Die Kosten für weitere Verfahren werden sich Verizon und Yahoo hingegen teilen.

Die bisherige Yahoo -Chefin Marissa Mayer wird laut einem Medienbericht den Webpionier nach Abschluss der Übernahme durch den Telekom-Konzern Verizon verlassen. Die finanziellen Konditionen ihres Rückzugs würden noch ausgehandelt, berichtete das über Entwicklungen bei Yahoo traditionell gut informierte Blog "Recode" am Dienstag. Mayer steht nach bisherigen Angaben eine Abfindung von bis zu 23 Millionen Dollar zu.

ssu/AFP/dpa-AFX