Nach spektakulärer Hackerattacke Verizon will Preis für Yahoo-Übernahme drücken

Schlechte Nachrichten für Yahoo: Nach einer Hackerattacke auf den einstigen Netzpionier will Verizon Nachverhandlungen zur geplanten Übernahme. Der US-Konzern sondiert Möglichkeiten für einen Rabatt bei dem Milliardengeschäft.

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Die Übernahme des angeschlagenen Internetriesen Yahoo Chart zeigen durch den US-Telekom-Konzern Verizon könnte ins Stocken geraten. Es sei davon auszugehen, dass der vor wenigen Wochen bekanntgewordene Hackerangriff auf Yahoo die Bedingungen für den bereits ausgehandelten Milliardendeal verändere, sagte der Leiter der Verizon-Rechtsabteilung, Craig Silliman, dem "Wall Street Journal".

Zwar müsse zunächst der Abschluss von Yahoos interner Untersuchung der Cyberattacke abgewartet werden. Erst im September war bekannt geworden, dass bereits 2014 über 500 Millionen Nutzerkonten gehackt worden waren. Doch man habe gute Gründe anzunehmen, dass der Datenklau "erhebliche" Auswirkungen habe. Anfang der Woche hatte bereits Verizon-Chef Lowell McAdam gesagt, dass die Bedingungen des 4,8 Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro) teuren Zukaufs, der im Juli vereinbart worden war, möglicherweise neu verhandelt werden müssten.

Sein Konzern habe zwar nicht vor, Abstand von dem Geschäft zu nehmen. Verizon prüfe gleichwohl, ob der Hackerangriff "materielle Auswirkungen" auf das Yahoo-Geschäft gehabt habe. Offenbar erwägt Verizon, einen Preisabschlag zu fordern.

Eine Übersicht über die spektakulärsten Hackerangriffe finden Sie hier:

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beb/dpa

insgesamt 1 Beitrag
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Seite 1
frenchie3 14.10.2016
1. Phantastisches Argument
Ob ein zwei Jahre alter Datenklau Folgen haben könnte...... Wenn die Daten bisher nicht ausgeschlachtet wurden hatten die Hacker entweder Spieltrieb oder sind unfähig zur kommerziellen Verwertung. Aber man muß es versuchen, das ist legitim
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