Börsengang Zalando will mit Aktien bis zu 633 Millionen Euro einnehmen

Von Donnerstag an können Aktien des Versandhändlers Zalando gezeichnet werden. Der Online-Händler erhofft sich Einnahmen von bis zu 633 Millionen Euro. Rund elf Prozent des Unternehmens gehen Anfang Oktober an den Markt.

Paket von Zalando: Aktien zum Preis von 18 bis 22,50 Euro
DPA

Paket von Zalando: Aktien zum Preis von 18 bis 22,50 Euro


Berlin - Der Online-Modehändler Zalando hat den Startschuss für seinen Börsengang gegeben: Von Donnerstag an können Anleger Aktien des Berliner Internet-Unternehmens zu einem Preis von 18 bis 22,50 Euro zeichnen, teilte Zalando am Mittwochabend mit. Der Handel an der Frankfurter Börse soll demnach offiziell am 1. Oktober beginnen. Zum ersten Mal äußerte sich damit das Unternehmen selbst zum Volumen des Börsengangs.

Abhängig vom Zuteilungspreis fließen Zalando damit 507 bis 633 Millionen Euro zu. 11,3 Prozent des Unternehmens würden an der Börse platziert, daraus ergebe sich für das gesamte Unternehmen ein hochgerechneter Wert von bis zu 5,6 Milliarden Euro.

Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, Zalando peile Einnahmen von bis zu 750 Millionen Euro an. Dennoch ist Zalando damit der bisher größte Börsengang in Deutschland in diesem Jahr.

Für 127 Millionen Euro hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge bereits feste Zusagen von Ankerinvestoren vorliegen. Zu ihnen zählen ein schottischer Investment-Fonds und Investoren von der Karibik-Insel Bermuda sowie aus dem arabischen Raum. Auch die Belegschaft soll zu Aktionären werden, vom Vorstand bis zum Verpacker der Schuhkartons: Rund 7000 Mitarbeiter in Deutschland bekommen Aktien für je 180 Euro geschenkt, bei Papieren für weitere 720 Euro erhalten sie 25 Prozent Rabatt auf den Ausgabepreis.

Die bisherigen Zalando-Investoren wollen sich bei dem Börsengang nicht von Anteilen trennen. Haupteigentümer von Zalando sind die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik mit rund 36 Prozent und die Internetinvestoren Oliver, Marc und Alexander Samwer mit 17 Prozent. Den Samwer-Brüdern gehört auch die Start-up-Schmiede Rocket Internet, die ebenfalls bis Jahresende an die Börse gehen will.

Zalando hatte nach der Gründung 2008 mit kostenlosen Retouren und einer einprägsamen Werbekampagne ("Schrei vor Glück!") schnell Marktanteile gewonnen. Zuletzt gab es 13,7 Millionen Kunden. Der Versandhändler schaffte es nach Anlaufverlusten im vergangenen Quartal in die schwarzen Zahlen.

sun/fdi/dpa/Reuters



insgesamt 13 Beiträge
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Tango911 17.09.2014
1. 5,6 Milliarden??
SAP hat einen Markenwert von 36 Milliarden und ist mehr oder weniger innovativ. Die Commerzbank hatte letztes Jahr einen Marktwert von 10 Milliarden und dazu 25 Mrd. an Eigenkapital. Da ich nicht bei dem Zalando kaufe, werde ich auch deren sehr hoch bewerteten Aktion nicht kaufen ;)
brunoaushamburg 17.09.2014
2. Nach dem Boersengang ernuechterung?
Das haben die Jungs gut hingekriegt! Bin gespannt wie lange es dauert bis die Kurse in den Keller gehen.
der:thomas 17.09.2014
3. Hallo?
Was ist los mit Amazon - können die keine Schuhe verkaufen? Müssen jetzt alle auf alibaba warten? ...ich versteh's nicht, wopzu ....
virk 18.09.2014
4.
Setzen 1,6 Mrd. um, geben 11% an den Markt und erhoffen sich Einnahmen bis 663 Mio. Ich kauf keine :-)
pauschaltourist 18.09.2014
5.
Bezüglich des letzten Satzes wäre eine detaillierte Quelle interessant. Man kann laufende (Retouren)Kosten nämlich auch zeitlich verzögert verbuchen und somit ein erstes schwarzes Quartal konstruieren...
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