Neue Rechtsform Zalando soll Europäische Aktiengesellschaft werden

Rückt der Börsengang von Zalando näher? Seit einigen Monaten firmiert der Online-Händler als Aktiengesellschaft. Nun ist mit dem Wechsel in die europäische Rechtsform der nächste Schritt geplant.

Zalando-Logistikzentrum: Modernste Rechtsform für Online-Unternehmen
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Zalando-Logistikzentrum: Modernste Rechtsform für Online-Unternehmen


Berlin - Die "Schrei-vor-Glück"-Werbekampagne machte Zalando in Deutschland zu einer der bekanntesten Marken überhaupt. Damit ist jetzt Schluss, sagte Vorstand Robert Gentz im Interview mit der "Wirtschaftswoche". In Zukunft werde man mehr auf Mode und weniger auf schrille Töne setzen. Und noch etwas soll sich ändern: die Rechtsform des Unternehmens. Das soll ab Sommer 2014 als Europäische Aktiengesellschaft (SE) firmieren.

Das sei die modernste Rechtsform und ideal für ein junges Online-Unternehmen, sagte ein Zalando-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Die Umbildung zur Aktiengesellschaft vor mehreren Monaten sei ein notwendiger Zwischenschritt gewesen. Rechtlich könne der Weg zur SE aber noch einige Monate dauern.

"Im Rahmen der Umwandlung werden dann auch Arbeitnehmervertreter in den Zalando-Aufsichtsrat einziehen", sagte Vorstand Rubin Ritter der "Wirtschaftswoche". Die neue Rechtsform zeige vor allem den europaweiten Charakter des Unternehmens, dessen Umsatz 2013 um mehr als 50 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen war. "Über die Hälfte des Umsatzes erzielen wir mittlerweile im Ausland", sagte Ritter dem Magazin.

Ein Börsengang sei allerdings kein Automatismus, sondern eine Option. Das könne "irgendwann kommen und wäre dann ein positiver Schritt für Zalando", sagte Ritter. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 5000 Mitarbeiter in Deutschland. Die Zahl der aktiven Kunden war 2013 von 9 auf 13 Millionen gestiegen.

Zuletzt wurde der Internethändler auf einen Firmenwert von 3,7 Milliarden Euro taxiert. Die Samwer-Brüder halten über ihr Investment-Vehikel European Founders Fund 17 Prozent, größter Aktionär mit 36,5 Prozent ist das schwedische Konglomerat Kinnevik. Zalando ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen, schreibt aber weiter rote Zahlen. Der Umsatz stieg 2013 um mehr als 50 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.

vks/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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HankTheVoice 29.03.2014
1. wo wird das Geld verbrannt?
1,8 Mrd Euro Umsatz und seit Jahren Verluste um die 80 Mio Euro. Ich Zweifle nicht daran, das Zalando auf lange Sicht ein lohnendes Investment ist, aber der Laden sollte mal seine Strukturen überprüfen. Die Margen im Textilhandel sind eigentlich recht üppig und teure Ladenmieten fallen auch weg, da fragt man sich wo das ganze Geld verbrannt wird.
eric_ol 30.03.2014
2.
Ohne Gewinn nutzt auf Dauer der schönste Umsatz nichts. Umsaz jann ich kaufen, Gewinne nicht.
ph.latundan 30.03.2014
3. aktien ............
aktien einer firma zu kaufen die noch nie gewinn gemacht hat ist schwachsinn.
sebastian.teichert 30.03.2014
4. Was soll das?
Man hätte hier auch mal recherchieren können welche Vorteile diese europäische Aktiengesellschaft haben soll. Außerdem brauch man nicht 2 mal erwähnen das sich der Umsatz 2013 um 50% gestiegen ist! Überhaupt hätte man durchaus einen kritischeren Artikel verfassen können. Bzw die Propaganda gar nicht erst drucken! Keinen Cent gewinn machen aber als der Heilige Samarita angepriesen werden... -.- Versteh ich alles nicht!
badbeardxb 30.03.2014
5. Die Idee...
...mit IPOs Geld zu scheffeln ist ja nicht neu, aber funktioniert nur bei blühenden Unternehmen oder bei gigantischen Gewinnerwartungen dereinst in der Zukunft. Beides gilt nicht für Zalando. Die Samwer-Brüder braucht es nicht zu kratzen, die haben ihren Schnitt mit dem Verhökern der meisten ihrer Anteile längst gemacht. Wie immer gucken ihre Geschäftspartner am Ende ganz dumm aus der Wäsche.
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