Hybridmodelle nach der Pandemie Deutsche Bank will weiterhin Homeoffice ermöglichen

Die Mitarbeiter der Deutschen Bank sollen auch zukünftig im Homeoffice arbeiten können – wenn sie denn wollen. Der Softwarehersteller SAP geht noch einen Schritt weiter.
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Die Finanzbranche in den USA setzt wieder mehr auf Präsenz.  Anders als die US-Banken will die Deutsche Bank ihren Angestellten dagegen auch künftig Homeoffice anbieten.

Die Bank werde konzernweit ein Hybridmodell einführen, das es ermögliche, auf freiwilliger Basis einen Teil der Woche von zu Hause aus zu arbeiten, erklärten Bankchef Christian Sewing und Personalchef Michael Ilgner in einem internen Memo, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt. Das Büro werde allerdings immer die erste Option bleiben. Mit dem neuen Modell wolle man das richtige Gleichgewicht zwischen dem Arbeiten im Büro und von zu Hause aus finden. Zuerst hatte der US-Nachrichtensender »Bloomberg«  darüber berichtet.

SAP: »100 Prozent flexibler Arbeitsplatz als Norm«

Beschäftigte von SAP dürfen dagegen komplett frei entscheiden, wann sie von zu Hause, von unterwegs oder im Büro arbeiten. »Wir wollen unseren Mitarbeitern die Wahl lassen«, sagte Vorstandsmitglied Julia White. In einer E-Mail an die rund 100.000 Mitarbeiter versprach der Walldorfer Dax-Konzern einen zu »100 Prozent flexiblen und vertrauensbasierten Arbeitsplatz als Norm, nicht aus Ausnahme«. In einer Mitarbeiterumfrage hätten sich 94 Prozent der Beschäftigten für diesen Weg ausgesprochen, sagte White.

Damit geht SAP bei der Flexibilisierung der Arbeit einen Schritt weiter als viele andere Konzerne. Um die Mitarbeiter trotzdem aus dem Homeoffice zu locken, will SAP Büros umgestalten. Es werde mehr Räume für das Zusammentreffen und die Zusammenarbeit geben, so White. Wie aus der E-Mail hervorgeht, wurden Pilotversuche bereits in London, Sydney und Zürich gestartet.

tfb/Reuters
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