Zeitmanagement IT-Firma will dienstliche E-Mails verbieten

Ein französisches Unternehmen will mehr Facebook statt E-Mails am Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter des IT-Dienstleisters Atos Origin sollen in drei Jahren keine elektronischen Briefe mehr schreiben - sondern soziale Netzwerke nutzen. Das Ziel: Zeit sparen.


Paris - Es klingt wie ein verzweifelter Kampf gegen die tägliche E-Mail-Flut: Der französische IT-Dienstleister Atos Origin will seinen Mitarbeitern innerhalb von drei Jahren das Schreiben von elektronischen Briefen abgewöhnen, wie Unternehmenschef Thierry Breton am Montag in Paris ankündigte.

"Die Masse der E-Mails, die wir im Berufsleben verschicken und erhalten, ist nicht mehr akzeptabel", sagte Breton. "Manager verbringen 5 bis 20 Stunden pro Woche damit, sie zu lesen oder zu schreiben." Stattdessen sollten die heute schon verfügbaren sozialen Netzwerke künftig als "Social Business Solutions" auf Unternehmensbelange zugeschnitten werden.

Im vergangenen Jahr hätten die 78.500 Mitarbeiter des Unternehmens täglich im Schnitt 200 E-Mails erhalten; davon waren 18 Prozent sogenannte Spam-E-Mails. Erste Ergebnisse direkterer Kommunikationswege zeigten jedoch, dass die Zahl der E-Mails um bis zu 20 Prozent verringert werden könne.

yes/dpa



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