Zwei-Jahres-Hoch Lufthansas Winterflugplan weckt die Phantasie der Anleger

Ein Milliardenplus der Citibank, gute Aussichten für die Luftfahrt - die wenigen Nachrichten, die der Tag heute für die Anleger bereit hielt, trugen zum größten Teil zu einer guten Stimmung bei. Zeitweise markierte der Leitindex Dax sogar ein Zwei-Jahres-Hoch.

Händler an der Frankfurter Börse: Lufthansa Tagesgewinner im Dax
dapd

Händler an der Frankfurter Börse: Lufthansa Tagesgewinner im Dax


Frankfurt am Main - Die Kauflaune der Anleger am deutschen Aktienmarkt ist auch zum Beginn der neuen Woche ungebrochen. Der Dax Chart zeigen schloss am Montag 0,4 Prozent höher bei 6516 Punkten, nachdem er mit 6533 Zählern zwischenzeitlich erneut ein Zwei-Jahres-Hoch markiert hatte.

Gefragt waren vor allem Papiere, die aus Sicht der Händler besonders viel Nachhol-Potenzial haben. So waren die Aktien der Lufthansa Chart zeigen mit einem Plus von 3,5 Prozent die größten Gewinner im Dax. Zeitweise war die Aktie bis auf 15,45 Euro gestiegen und hatte damit ihren höchsten Kurs seit September 2008 markiert. Das Luftfahrtgeschäft boomt wieder, weshalb die größte deutsche Fluggesellschaft ihr Flugangebot zum Winter kräftig ausbaut hat. Die Titel der Deutschen Börse Chart zeigen verteuerten sich um 2,8 Prozent, die Papiere von RWE Chart zeigen und E.on Chart zeigen, die im bisherigen Jahresverlauf ihren Aktionären wenig Freude gemacht hatten, gewannen 1,8 beziehungsweise 1,3 Prozent.

Die Titel der Deutschen Bank Chart zeigen verteuerten sich im elektronischen Xetra-Handel um 1,6 Prozent, die Anteilsscheine der Commerzbank Chart zeigen kletterten um ein Prozent. Der europäische Stoxx-50-Branchenindex Chart zeigen gewann 1,1 Prozent, der Euro-Stoxx 50 0,3 Prozent. Größter Verlierer war dort die Philips-Aktie Chart zeigen, die um 4,2 Prozent einbrach. Der niederländische Elektronikkonzern äußerte sich trotz eines operativen Gewinns über den Erwartungen im dritten Quartal skeptisch über die Entwicklung des Weihnachtsgeschäfts. Rückenwind erhielt der deutsche Leitindex am Nachmittag zudem von den US-Börsen, wo ein überraschend starkes Quartalsergebnis der Citigroup Chart zeigen für gute Stimmung sorgte. Die Citi-Aktie legte in New York 4,6 Prozent zu. Auch andere US-Banktitel zogen an. Der US-Standardwerteindex Dow Jones lag zum Börsenschluss in Europa 0,3 Prozent im Plus bei 11.097 Zählern.

Hauptgesprächsthemen am deutschen Aktienmarkt war der Chefwechsel bei Puma. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Jochen Zeitz wird seine operative Verantwortung aufgeben und künftig beim Großaktionär PPR die Sparte "Sport & Lifestyle" leiten. Die Ankündigung einer Pressekonferenz hatte am Morgen zunächst Hoffnungen ausgelöst, PPR könnte seine Anteile von gut 70 Prozent an Puma aufstocken. PPR-Chef Francois-Henri Pinault erteilte diesen Spekulationen jedoch eine Absage. Die Folge: Die Papiere des Adidas-Rivalen Chart zeigen verloren 2,9 Prozent. "Da waren einige Anleger enttäuscht, dass PPR Puma Chart zeigen nicht ganz übernehmen will", sagte ein Händler.

Schlusslicht im MDax Chart zeigen waren die Titel von Praktiker Chart zeigen, die 8,8 Prozent auf 6,73 Euro nachgaben. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen und einen Kommentar der Commerzbank Chart zeigen, in der sich die Analysten skeptisch zu den erwarteten Geschäftszahlen im dritten Quartal äußerten. Zudem hatte die Praktiker-Aktie in der Vorwoche 17 Prozent gewonnen.

Auch die Aktien von Demag Cranes Chart zeigen ließen mit einem Minus von drei Prozent auf 37,79 Euro Federn. Zwischenzeitlich notierten die Aktien sogar zwölf Prozent tiefer. "Da geht die Luft ein wenig raus", sagte ein Händler. Mit der Situation vertraute Personen hatten Reuters am Freitag gesagt, dass wegen des hohen Aktienkurses derzeit weder der US-Rivale Terex noch der finnische Branchenführer Kronecranes eine Übernahme von Demag durchziehen wollen. Seit Aufkommen der Übernahmespekulationen haben sich die Demag-Aktien um rund 30 Prozent verteuert. Die Kronecranes-Titel schlossen in Helsinki 0,1 Prozent schwächer, die Anteilsscheine von Terex notierten in New York dagegen 1,8 Prozent im Plus.

mik/Reuters



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angela_merkel 18.10.2010
1. Zwei-Jahres-Hoch: Lufthansas Winterflugplan weckt die Phantasie der Anleger
Völliger Wahnsinn. Dank Merkel's CO2-Abgabe und Klimawandelphantasien wird die Lufthansa innerhalb der nächsten 10 Jahre verschwinden. Die Milliarden für den Ausbau des Frankfurter Flughafens sind übrigens auch in den Sand gesetzt. Da Flugzeuge das CO2 in 10 Kilometer Höhe emittieren, ist es um ein Vielfaches klimawirksamer als die Emissionen von Autos, LKW und Kraftwerken am Boden. Das sollte jeder wissen, der in Luftfahrtaktien investiert. Jeder vernünftige Anleger stößt diesen Schrott ab, solange es noch geht.
tancarino, 18.10.2010
2. Geht's noch radikaler?
Zitat von angela_merkelVölliger Wahnsinn. Dank Merkel's CO2-Abgabe und Klimawandelphantasien wird die Lufthansa innerhalb der nächsten 10 Jahre verschwinden. Die Milliarden für den Ausbau des Frankfurter Flughafens sind übrigens auch in den Sand gesetzt. Da Flugzeuge das CO2 in 10 Kilometer Höhe emittieren, ist es um ein Vielfaches klimawirksamer als die Emissionen von Autos, LKW und Kraftwerken am Boden. Das sollte jeder wissen, der in Luftfahrtaktien investiert. Jeder vernünftige Anleger stößt diesen Schrott ab, solange es noch geht.
Genau. Und die Erde ist eine Scheibe. Daß Fliegen und besonders Vielfliegen weder klimafreundlich noch energieeffizient sind, hat jeder verstanden. Dennoch wird es weiterhin Luftverkehr geben. Die Frage ist, wie viel wir fliegen müssen und wollen. Der Shoppingtrip über's Wochenende nach London oder Mailand ist sicher nicht das, was sich die Gebrüder Wright einmal vorgestellt haben, als sie ihre schwerfälligen Kisten in die Lüfte wuchteten. Die Preise werden langfristig steigen, der Markt wird sich bereinigen. Sie können jedoch davon ausgehen, daß sicher nicht die Lufthansa verschwindet. Darf ich Ende 2020 noch einmal auf Ihren Beitrag zurückkommen?
fleischwurstfachvorleger 19.10.2010
3. Sie fleischgewordene Kristallkugel
Zitat von angela_merkelVölliger Wahnsinn. Dank Merkel's CO2-Abgabe und Klimawandelphantasien wird die Lufthansa innerhalb der nächsten 10 Jahre verschwinden. Die Milliarden für den Ausbau des Frankfurter Flughafens sind übrigens auch in den Sand gesetzt. Da Flugzeuge das CO2 in 10 Kilometer Höhe emittieren, ist es um ein Vielfaches klimawirksamer als die Emissionen von Autos, LKW und Kraftwerken am Boden. Das sollte jeder wissen, der in Luftfahrtaktien investiert. Jeder vernünftige Anleger stößt diesen Schrott ab, solange es noch geht.
Wo hat denn Frau Merkel noch Klimawandelphantasie. Irgendwann und irgendwo in ihrem Sommerurlaub hat sie ihre Seele der Industrie verkauft - für welchen Preis ist Privatsache und alle Ziele der Menschheit auf dem Altar der Renditen geopfert.
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