Zweite Corona-Welle Rekordverlust der Bahn weitet sich offenbar aus

Schon zur Jahresmitte rutschte die Deutsche Bahn wegen der Corona-Pandemie tief in die roten Zahlen. Mittlerweile steuert sie laut »FAZ« auf ein historisches Minus von 5,6 Milliarden Euro zu.
Derzeit ein häufiges Bild: Leere Sitze in einem ICE von München nach Hamburg

Derzeit ein häufiges Bild: Leere Sitze in einem ICE von München nach Hamburg

Foto: Martin Schutt/ dpa

Die zweite Corona-Welle hat die finanzielle Lage der Deutschen Bahn weiter verschärft. Nach einem Bericht der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«  steuert der bundeseigene Konzern dieses Jahr auf einen Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro zu. Das geht aus den Unterlagen für die Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember hervor, die dem Blatt vorliegen. Zum Halbjahr hatte die Bahn bereits ein Minus von 3,7 Milliarden Euro ausgewiesen.

Um die Verluste auszugleichen, hat die Bundesregierung der Bahn im Konjunkturpaket vom Juni eine Aufstockung des Eigenkapitals um fünf Milliarden Euro zugesagt. Bis 2024 rechnet das Unternehmen mit Einbußen zwischen elf und im schlechteren Szenario von 13,5 Milliarden Euro.

Bei den Beratungen über die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern am Mittwoch sollen auch Entscheidungen zur Bahn fallen. Laut einer Beschlussvorlage soll Passagieren ein zuverlässiges Angebot mit der Möglichkeit zu viel Abstand angeboten werden.

Außerdem sollen die Maskenkontrollen so verstärkt werden, dass täglich weit mehr Fernzüge kontrolliert werden können als bisher. Die Sitzplatzkapazität solle deutlich erhöht werden, um noch mehr Abstand zwischen Reisenden zu ermöglichen. Die Reservierbarkeit der Sitzplätze werde parallel dazu beschränkt.

dab/AFP/Reuters