Problem bei der Datenerhebung Tatsächliche US-Arbeitslosenzahl wohl um 7,5 Millionen höher

Das US-Arbeitsministerium hat für April eine Arbeitslosenquote von 14,7 Prozent gemeldet. Tatsächlich ist die Zahl wohl wesentlich höher. Grund ist ein Problem bei der Datenerhebung.
Tagelöhner warten in einem Park in Shirlington, Virginia, auf eine Arbeitsmöglichkeit

Tagelöhner warten in einem Park in Shirlington, Virginia, auf eine Arbeitsmöglichkeit

Foto: MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/Shutterstock

Die US-Regierung geht von 7,5 Millionen Arbeitslosen aus, die nicht in die offizielle Statistik eingeflossen sind. Damit dürfte die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen in den USA im April wesentlich höher sein als offiziell angegeben.

Das Arbeitsministerium teilte mit, bei der Erhebung der Zahlen für April seien 8,1 Millionen Personen als "abwesend aus nicht näher benannten Gründen" gemeldet worden. Üblicherweise liege diese Zahl aber nur bei 620.000.

"Unsere Annahme ist, dass diese 7,5 Millionen Arbeitnehmer eigentlich als 'unbeschäftigt wegen vorübergehender Entlassung' hätten gemeldet werden müssen", hieß es in einem Anhang zu dem offiziellen Arbeitsmarktbericht. Wären sie so eingestuft worden, hätte die Arbeitslosenquote bei 19,5 Prozent gelegen, hieß es.

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Das Arbeitsministerium hatte die Quote offiziell mit 14,7 Prozent angegeben. Außerhalb der Landwirtschaft wurden im April wegen der Virus-Pandemie 20,5 Millionen Stellen gestrichen. Die Zahlen hatten am Aktienmarkt dennoch zu steigenden Kursen geführt. Analysten hatten zuvor mit 22 Millionen neuen Arbeitslosen und einer Quote von 16 Prozent gerechnet.

brt/Reuters
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