Arbeitsmarkt US-Wirtschaft schafft 255.000 neue Stellen

Der US-Arbeitsmarkt boomt. Im Juli sind deutlich mehr neue Stellen entstanden als erwartet. Auch die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen an.

Arbeiter in South Carolina
REUTERS

Arbeiter in South Carolina


In den USA sind im Juli mehr Jobs entstanden als erwartet. Insgesamt wurden 255.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Das gab das Arbeitsministerium bekannt. Volkswirte hatten mit lediglich 180.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Die getrennt erhobene Arbeitslosenquote blieb bei 4,9 Prozent. Der Jobzuwachs in den beiden Vormonaten wurde zudem um insgesamt 18.000 Stellen nach oben korrigiert.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte jüngst bereits auf den starken Stellenzuwachs im Juni verwiesen. Experten schätzen die Chancen auf eine zeitnahe Anhebung des Leitzinses dennoch als eher gering ein.

Die meisten Fachleute erwarten, dass die Währungshüter einen Schritt nach oben frühestens Ende des Jahres wagen werden, wenn sich die Folgen des Brexit-Votums in Großbritannien besser abschätzen lassen, und das Rennen um das Weiße Haus gelaufen ist. Der Leitzins liegt seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Auch die Löhne stiegen stärker als erwartet: Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich zum Vormonat um 0,3 Prozent. Ökonomen hatten mit 0,2 Prozent gerechnet. Im Juni hatte der Anstieg 0,1 Prozent betragen. Im Jahresvergleich stiegen die Löhne im Juli um 2,6 Prozent.

asa/dpa/Reuters/AP



insgesamt 51 Beiträge
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denker111 05.08.2016
1.
Und in ein zwei Monaten werden die Zahlen dann wieder nach unten korrigiert.
willibaldus 05.08.2016
2. Das ist schon aufgerechnet.
http://de.tradingeconomics.com/united-states/full-time-employment Wie Sie sehen gibt es mehr Vollzeitstellen als vor der Wirtschaftskrise. http://de.tradingeconomics.com/united-states/part-time-employment Auch die Teilzeitstellen nehmen zu. Davon gibt es aber vergleichsweise nicht so viele. Ca 20% der Zahl der Vollzeitstellen. Durchschnittslohn liegt bei 21.60$ die Stunde. Ein single braucht 1660$ im Monat zum leben. Ein Job mit Mindestlohn 7.5$ die Stunde reicht dann nicht. Aber wie gesagt der Durchschnittslohn liegt bei 21.60$
florian29 05.08.2016
3. keine Aussagen über
die Zahl verlorener Stellen bzw über Qualität der neuen Jobs. Dank Obama wurden Millionen gutbezahlter sozialversicherter Jobs in part time Jobs umgewandelt. Aus 1 mach 2. Der Arbeitsmarkt der USA ist kaputter als jemals zuvor, genau wie die Staatsbilanzen!
Elbsurfer 05.08.2016
4. Wahltag ist Zahltag
Zitat von denker111Und in ein zwei Monaten werden die Zahlen dann wieder nach unten korrigiert.
Richtig. Bis zur Präsidentenwahl wird das US-Establishment alles tun, um Herrn Trump keine Steilvorlage zu geben. Also gibts gute Zahlen. Spielraum für kreatives Zahlenmanagement ist gegeben, wenn man weiß wie die USA die Arbeitslosenquote erheben. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt. Richtig gelesen: Befragt. Für die Beschäftigtenzahl werden die Unternehmen und Behörden befragt. Diese Umfragen werden sicher so unabhängig sein, wie bei uns die von Forsa. Meiner Meinung nach stecken wir schon seit mehreren Jahren in einer Weltwirtschaftskrise. Man schaue sich den Baltic Dry Index an, der das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern (hauptsächlich Kohle, Eisenerz und Getreide) abbildet. Seit 2008 gehts abwärts. Zentralbanken und Regierungen halten nur den Deckel drauf. Es wird nicht gut gehen.
karlsiegfried 05.08.2016
5. Wow,eine Meisterleistung
Zitat: 'Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich zum Vormonat um 0,3 Prozent.' In Zahlen heist das pro Dollar 0,3 Cent. Für 10 Dollar 3 Cent. Das reicht um zu prassen.
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