US-Banken Investoren übernehmen IndyMac für 13,9 Milliarden Dollar

Sie bürgen mit ihrem guten Namen - und sie bezahlen eine Menge Geld: Eine Investorengruppe kauft die amerikanische Pleitebank IndyMac und überweist dafür 13,9 Milliarden Dollar an den US-Einlagensicherungsfonds. Jetzt gilt es, die Hypothekenbank wieder auf Kurs zu bringen.


Washington - Dem Einlagensicherungsfonds (FDIC) war es am Freitag nur eine dürre Meldung wert. Doch die Last, die der Behörde von den Schultern genommen wird, ist nicht unerheblich - immerhin legte die im kalifornischen Pasadena ansässige IndyMac im Jahr 2008 die zweitgrößte Bankenpleite der USA hin.

IndyMac-Filiale: Hochkarätige Investoren engagiert
DPA

IndyMac-Filiale: Hochkarätige Investoren engagiert

Eine Holdinggesellschaft unter Leitung von Steven Mnuchin, einem der Chefs des Investmentunternehmens Dune Capital Management, die sich den Angaben zufolge am Mittwoch zum Kauf von IndyMac bereiterklärt hatte, will jetzt hohe Summen investieren, um dem Institut wieder Leben einzuhauchen.

Zu den Partnern der IMB Management Holdings LP zählt auch die Investmentfirma MSD Capital des Gründers des Computerherstellers Dell, Michael Dell. Auch fünf Beteiligungsfirmen oder Hedgefonds steigen in das Geschäft ein: J.C. Flowers & Co., Stone Point Capital, Paulson & Co., ein Fonds des Milliardärs George Soros sowie ein von Silar Advisors LP kontrollierter Fonds. Nach dem für Anfang Februar erwarteten Vertragsabschluss werde die Investorengruppe 1,3 Milliarden Dollar neues Kapital in die Bank pumpen und deren Geschäfte fortführen, erklärte der FDIC.

Die Gruppe verfüge über umfassende Erfahrungen, betonte Mnuchin in einer Erklärung. Mit der kräftigen Finanzspritze könne IndyMac seinen Kunden und den Gemeinden wieder effizient zu Diensten sein.

IndyMac war im Juli vorigen Jahres zusammengebrochen. Das Bankhaus wurde seither von der FDCI unter dem Namen IndyMac Federal Bank betrieben. Es war nach dem Zusammenbruch von Washington Mutual Inc. die zweitgrößte Bankenpleite in den USA im Jahr 2008. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in den Vereinigten Staaten 25 Bankenpleiten gemeldet.

mik/AP/Reuters



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