US-Rekord Exxon Mobil erzielt höchsten Gewinn aller Zeiten

Allzeitrekord für Exxon Mobil: Der Konzern hat 2007 mit 40,6 Milliarden Dollar den höchsten Gewinn in der US-Geschichte erzielt. Wie die Konkurrenten Shell und Chevron profitierte Exxon von den hohen Rohölpreisen - und übertraf seine eigene Bestmarke.


Houston - Einmaliger Spitzenreiter: Mit einem Jahresgewinn von 40,6 Milliarden Euro erwirtschaftete der Ölmulti Exxon Mobil Chart zeigenmehr Geld als jemals ein US-Unternehmen zuvor. Mit einem Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr brach der Ölkonzern damit seinen eigenen Rekord. Im letzten Quartal 2007 erreichte Exxon das höchste jemals erzielte Ergebnis für ein Vierteljahr: 11,66 Milliarden Dollar.

Tankstelle von Exxon Mobil: Im Raffinerie-Geschäft sind die Margen gering
AP

Tankstelle von Exxon Mobil: Im Raffinerie-Geschäft sind die Margen gering

Exxon-Chairman Rex Tillerson zeigte sich angesichts des Doppelrekords überraschend nüchtern. "Unser langfristiges Investmentprogramm liefert weiterhin notwendige Ressourcen für die weltweite Energieversorgung", erklärte er zu den Ergebnissen. Exxon sorgt für etwa drei Prozent der weltweiten Ölproduktion.

Im Raffinerie-Geschäft verdiente Exxon Mobil im vierten Quartal 2,27 Milliarden Dollar und kämpfte damit weiterhin mit niedrigen Margen. Die Ölförderung trug 8,2 Milliarden Dollar zum Gewinn bei - ein Plus von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Konzern gab keinen Ausblick auf 2008, hatte aber jüngst für das laufende erste Quartal dieses Jahres eine Dividende von 35 Cent je Aktie in Aussicht gestellt.

Bei sinkender Produktion und steigenden Erschließungskosten profitierte 2007 auch der europäische Ölkonzern Shell Chart zeigen vom hohen Ölpreis. Sein Nettogewinn stieg um 23 Prozent auf 31,3 Milliarden Dollar. Der Umsatz nahm um zwölf Prozent auf 356 Milliarden Dollar zu. Auch der US-Ölkonzern Chevron Chart zeigen konnte im Schlussquartal 2007 seinen Gewinn um fast ein Drittel steigern. Der Überschuss habe sich im vierten Quartal um 29 Prozent auf 4,88 Milliarden Dollar erhöht, teilte das Unternehmen mit.

Die Ölpreise waren zum Jahresende auf Rekordhöhen gestiegen und hatten Anfang Januar die 100-Dollar-Marke je Barrel (159 Liter) geknackt. Seitdem sind die Preise aber wieder um rund zehn Prozent gesunken. Insgesamt lagen die Ölpreise 2007 rund 50 Prozent über denen des Vorjahres.

Die Gemeinschaft der Förderländer Opec erklärte heute, vorerst nichts gegen die hohen Ölpreise unternehmen zu wollen. Auf einer Sonderkonferenz der Organisation Erdöl exportierender Staaten in Wien lehnten die Ölminister eine Erhöhung der Fördermenge ab. Begründet wurde dies mit der Erwartung, dass eine Abschwächung der globalen Wirtschaft die Nachfrage nach Rohöl ohnehin drosseln werde. Die Sonderkonferenz wurde im Dezember angesetzt, als der Ölpreis auf die 100-Dollar-Marke zusteuerte.

sil/dpa/Reuters



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