US-Studie Irak-Einsatz kostet mehr als Krieg in Vietnam

Der Krieg im Irak kostet einer amerikanischen Studie zufolge inzwischen pro Monat mehr als der Einsatz in Vietnam in den sechziger und siebziger Jahren - auch wenn die Kostenzahlen inflationsbereinigt werden.


US-Hubschrauber über Bagdad: Teure Technologie
AFP

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Washington - Der Einsatz im Irak schlage monatlich mit 5,6 Milliarden Dollar Kosten zu Buche, heißt es in dem Bericht zweier liberaler politischer Forschungsinstitute mit dem Titel "Der Sumpf im Irak". Im Vergleich dazu: Im Durchschnitt habe der US-Einsatz in Vietnam während des achtjährigen Krieges 5,1 Milliarden Dollar pro Monat gekostet. Die Zahlen seien inflationsbereinigt, teilen die Institute mit.

Im Irak befänden sich zwar weniger Soldaten als zum Höhepunkt des Vietnam-Krieges, sie würden jedoch besser bezahlt und zudem seien die Waffen teurer.

Einkommensverluste bei Reservisten

Das Institut für Politikstudien und das Institut "Auslandspolitik im Fokus" berichteten, etwa 23.000 bis 27.000 irakische Zivilisten seien ums Leben gekommen sowie mehr als 2000 Angehörige des US-Militärs.

Reservisten und Mitglieder der Nationalgarde verzeichneten Einkommensverluste auf Grund der langen Abwesenheit vom Arbeitsplatz. Zudem müssten die Kosten berücksichtigt werden, die nach der Rückkehr der Soldaten aus dem Irak für ihre psychische Betreuung anfielen.

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