US-Versicherer AIG-Manager gönnen sich Luxusreise nach staatlicher Rettung

Das wird die amerikanischen Steuerzahler ärgern: Kurz nach der staatlichen Rettung des US-Versicherungsriesen AIG gönnten sich Manager des Konzerns eine Luxusreise nach Kalifornien - für satte 440.000 Dollar.

Washington - Auf dem Programm standen Wellness-Behandlungen, Golf-Trips und Galamenüs: Weniger als eine Woche nach der staatlichen Rettungsaktion für den US-Versicherungskonzern AIG hat das Unternehmen einigen seiner Manager einen Aufenthalt in einem kalifornischen Luxusressort spendiert. Die Rechnung für den Trip war saftig: insgesamt 440.000 Dollar.

AIG-Logo in Hong Kong: Golf und Wellness-Behandlungen

AIG-Logo in Hong Kong: Golf und Wellness-Behandlungen

Foto: REUTERS

Publik wurde der teure Ferientrip durch eine Mitteilung des Ermittlungsausschusses des US-Kongresses. Der beschäftigt sich mit dem Kollaps und der anschließenden Teilverstaatlichung der American International Group. Die US-Notenbank hatte die AIG am 16. September mit einer Kapitalspritze von 85 Milliarden Dollar retten müssen. Das Unternehmen ist seither quasi verstaatlicht. Der Kollaps des Unternehmens hatte die US-Finanzkrise nochmals deutlich verschärft.

An dem Ausflug nahmen zwar keine Manager aus dem Bereich Finanzdienstleistungen teil, der für die Probleme der AIG verantwortlich ist. Die Abgeordneten in Washington zeigten sich aber dennoch empört über die hohen Ausgaben so kurz nach der Beinahepleite.

"Die Durchschnittsamerikaner leiden", sagte der demokratische Parlamentarier Henry Waxman. "Sie verlieren ihre Jobs, ihre Häuser und ihre Krankenversicherung. Trotzdem haben es sich AIG-Manager weniger als eine Woche, nachdem die Steuerzahler den Konzern gerettet haben, in einem der exklusivsten Resorts des Landes gut gehen lassen."

cvk/AP

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