Trotz hoher Inflation US-Wirtschaft bleibt auf Wachstumspfad

Ein Arbeiter bringt in Miami eine Betonschütte auf einer Baustelle in Position
Foto: Lynne Sladky / APTrotz hoher Inflation und steigender Zinsen ist die US-Wirtschaft vor der Jahreswende relativ kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Plus 2,6 Prozent gerechnet. Im Sommer 2022 wuchs die Wirtschaft noch um 3,2 Prozent.
Die Verbraucher steigerten ihre Ausgaben im vierten Quartal um 2,1 Prozent, nach 2,3 Prozent im Sommer. Die Unternehmen erhöhten derweil ihre Investitionen, jedoch nicht mehr so stark wie noch im Sommer. Und die Exporte verringerten sich um 1,3 Prozent nach einem kräftigen Zuwachs von 14,6 Prozent im dritten Quartal.
Nach Ansicht der Vizechefin der US-Notenbank, Lael Brainard, könnte eine Rezession vermieden werden. Daten deuteten allerdings auf ein gedämpftes Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr hin. Dazu zählten eine beträchtliche Abschwächung des Industriesektors und ein verhaltener Konsum. Die steigenden Zinsen haben zudem der Immobilienwirtschaft zugesetzt.
Die Finanzmärkte rechnen angesichts der inzwischen abebbenden Inflationswelle damit, dass die Fed den Leitzins am kommenden Mittwoch nur noch um einen Viertelprozentpunkt anheben wird. Der aktuelle Leitzins liegt seit der jüngsten Erhöhung um einen halben Prozentpunkt im Dezember in der Spanne zwischen 4,25 und 4,5 Prozent.