USA Erste Klage eingereicht


New York - Die Klage gegen IBM wurde dem Opfer-Anwalt Michael Hausfeld zufolge von fünf Holocaust-Opfern vor einem Gericht in Brooklyn eingereicht.

In der Klageschrift heißt es, IBM habe die Nationalsozialisten wissentlich mit der Technologie versorgt, mit der die Insassen der Vernichtungslager katalogisiert worden seien.

Damit habe die Firma die Verfolgung und das Leiden der Opfer sowie den Völkermord gefördert, sagte Hausfeld. "Ohne IBMs Unterstützung hätte Hitler die Juden und andere Minderheiten nicht so schnell und effektiv identifizieren und zusammenbringen, sie als Sklavenarbeiter verwenden und schließlich vernichten können."

Hausfeld gehört zu den Anwälten, die den Aufbau des deutschen Entschädigungsfonds für Zwangsarbeiter erstritten hatten. In der Klage wird IBM zudem vorgeworfen, Historikern und anderen Parteien den Zugang zu Firmenarchiven verweigert zu haben. In diesen Archiven sei die Mittäterschaft beim Holocaust dokumentiert, schreibt Black.

Große Teile von Blacks Buch basieren jedoch auf Schriftstücke von IBM, die der Konzern nach eigenen Angaben Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt hat. Dies haben nur wenige US-Firmen getan, denen Verbindungen zu den Nationalsozialisten vorgeworfen werden.



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