Import- und Verkaufsverbot USA verbannen ZTE- und Huawei-Ausrüstung vom heimischen Markt

Weil sie die nationale Sicherheit gefährdet sehen, haben die USA Sanktionen gegen mehrere chinesische Hersteller verhängt. Betroffen sind Telekommunikations- und Überwachungsgeräte.
Huawei-Logo (in Shanghai): Vom US-Importverbot betroffen

Huawei-Logo (in Shanghai): Vom US-Importverbot betroffen

Foto:

Aly Song / REUTERS

Die USA haben den Import und Verkauf von Telekommunikations– und Überwachungsausrüstung namhafter chinesischer Hersteller untersagt. Die zuständige Behörde FCC erklärte am Freitag, betroffen seien unter anderem Huawei Technologies, ZTE Corp und Hytera Communications. Es handele sich um die Umsetzung der abschließenden Version von Vorschriften, die zum Schutz der nationalen Sicherheit der USA auf der Grundlage eines Gesetzes von 2021 erlassen worden seien.

Washington befürchtet seit geraumer Zeit, dass Peking chinesische Technologieunternehmen einsetzen könnte, um Amerikaner auszuspionieren. »Diese neuen Regeln sind ein wichtiger Teil unserer laufenden Maßnahmen zum Schutz des amerikanischen Volkes vor Bedrohungen der nationalen Sicherheit im Zusammenhang mit der Telekommunikation«, sagte die FCC-Vorsitzende Jessica Rosenworcel. Huawei lehnte eine Stellungnahme ab. ZTE, Dahua, Hikvision und Hytera reagierten vorerst nicht auf Bitten nach einem Kommentar.

Die Anordnung der FCC gilt für zukünftige Zulassungen von Geräten, obwohl die Behörde die Möglichkeit offen lässt, frühere Zulassungen zu widerrufen. »Unsere einstimmige Entscheidung bedeutet, dass wir zum ersten Mal in der Geschichte der FCC dafür gestimmt haben, die Zulassung neuer Geräte aufgrund nationaler Sicherheitsbedenken zu verbieten«, twitterte Brendan Carr, ein republikanischer FCC-Beauftragter.

sol/Reuters/AP

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.