7,7 Prozent im Oktober Inflationsrate in den USA deutlicher zurückgegangen als erwartet

Zum vierten Mal in Folge ist die Teuerungsrate in den USA zurückgegangen – im Oktober auf 7,7 Prozent. Die nationale Zentralbank könnte nun mit langsameren Zinsschritten reagieren.
Supermarkt in Washington: Die Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen fiel im Oktober auf 7,7 Prozent

Supermarkt in Washington: Die Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen fiel im Oktober auf 7,7 Prozent

Foto: Nicholas Kamm / AFP

Der hohe Inflationsdruck in den USA lässt deutlicher als erwartet nach: Die Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen fiel im Oktober auf 7,7 Prozent von 8,2 Prozent im September, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 8,0 Prozent gerechnet. Es war bereits der vierte Rückgang in Folge.

»Läuft die Inflationsrate weiter nach unten, wird die US-Notenbank einen weniger scharfen Ton an den Tag legen und ihren Zinserhöhungsgang im Dezember verlangsamen«, zitiert Reuters den Ökonomen Bastian Hepperle von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank. Der Leitzinsgipfel dürfte ihm zufolge im Frühjahr 2023 erreicht sein.

Die Federal Reserve treibt den Leitzins seit Monaten in ungewöhnlich großen Schritten nach oben, um die Inflation zu bekämpfen. Zuletzt erhöhte sie ihn erneut um einen Dreiviertel-Prozentpunkt. Er liegt damit aktuell in einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Die Fed will nachlegen, signalisierte aber, dass sie bald etwas Tempo bei den Straffungsschritten herausnehmen möchte. Der US-Währungshüter Neel Kashkari nannte es jedoch »komplett verfrüht«, bereits über einen geldpolitischen Wendepunkt zu sprechen.

ani/Reuters

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