Stabilisierung der Finanzmärkte US-Notenbank weitet Anleihekäufe aus

Mit bis zu 750 Milliarden Dollar für Anleihen will die Federal Reserve die US-Wirtschaft stärken. Nachdem sie schon Indexfonds gekauft hat, sollen nun einzelne Unternehmenstitel hinzukommen.
Federal Reserve in Washington: Anleihekäufe in Höhe von bis zu 750 Milliarden Dollar

Federal Reserve in Washington: Anleihekäufe in Höhe von bis zu 750 Milliarden Dollar

Foto: Kevin Lamarque/ REUTERS

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat angekündigt, ihre Anleihekäufe auszuweiten. Künftig will sie zur Stabilisierung der Finanzmärkte in der Coronakrise auch einzelne Unternehmensanleihen und an der Börse gehandelte Fonds ankaufen. Dies sei Teil eines Programms, mit dem Titel im Wert von bis zu 750 Milliarden Dollar gekauft werden könnten, teilte die Fed mit .

Mitte Mai hatte sie zum ersten Mal in ihrer Geschichte überhaupt Anteile von Indexfonds auf dem Sekundärmarkt gekauft. Die erste Aktion hatte ein Volumen von 305 Milliarden Dollar. Ökonomen werteten dies als Signal an Marktteilnehmer, dass die Fed bereit ist, die Wirtschaft in der Krise maßgeblich zu stützen. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Finanzministerium sichert Programm ab

Die Anleihen, die die Fed nun zukaufen will, müssen der Fed zufolge bestimmte Kriterien erfüllen, etwa in Bezug auf die Laufzeit und die Bonität des Schuldners. Die Börse in New York reagierte positiv auf die Ankündigung.

Das neue Programm der Fed ist mit einer Kapitaleinlage des US-Finanzministeriums in Höhe von 75 Milliarden Dollar gegen Verluste abgesichert. Die Fed hat ihren Leitzins wegen der Coronakrise bereits auf nahe null gesenkt und mehrere Notprogramme aufgelegt, darunter auch Kreditlinien für kleinere und mittlere Unternehmen, die sonst nur schwer Zugang zu Kapitalmärkten haben.

nsp/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.