Handelsstreit USA setzen noch mehr chinesische Unternehmen auf schwarze Liste

Das US-Handelsministerium hat den chinesischen Chiphersteller SMIC und weitere Firmen auf die schwarze Liste gesetzt. Dadurch wolle man verhindern, »das Militär eines zunehmend aggressiven Gegners aufzubauen«.
Chinesische Schiffscontainer am Hafen von Los Angeles

Chinesische Schiffscontainer am Hafen von Los Angeles

Foto: Mark Ralston / AFP

Die USA setzen Dutzende weitere chinesische Firmen auf die schwarze Liste, um den Zugang Chinas zu US-Technologie abzuschneiden. Darunter ist etwa der Chiphersteller Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC). Es gebe Hinweise auf Verbindungen zwischen SMIC und dem chinesischen Militär, führte das Handelsministerium in seiner Mitteilung aus: »Wir werden nicht zulassen, dass fortschrittliche US-Technologie dabei hilft, das Militär eines zunehmend aggressiven Gegners aufzubauen«, erklärte Handelsminister Wilbur Ross. Unternehmen, die Geschäfte mit SMIC machen wollen, benötigen dafür künftig eine spezielle Erlaubnis.

In einem Interview beim Sender Fox Business erklärte Ross außerdem, dass 60 weitere chinesische Firmen auf die Liste gesetzt worden seien, von denen elf Verbindungen zu SMIC hätten. Insgesamt stünden nun 689 Unternehmen darauf – 296 von ihnen seien aus China, unter ihnen auch der Technologiekonzern Huawei.

Der Schritt gilt als weitere Maßnahme des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump, um seine harte Handelspolitik gegenüber China vor dem Amtsantritt seines demokratischen Herausforderers Joe Biden im Januar zu zementieren.

Das chinesische Außenministerium rief die USA dazu auf, das »unberechtigte« harte Vorgehen gegen chinesische Unternehmen zu beenden.

bah/dpa/AFP