Rüstungsgeschäft USA liefern Waffen an Taiwan

Die US-Regierung hat den milliardenschweren Verkauf von Raketen und Torpedos an Taiwan genehmigt - und bringt die chinesische Führung gegen sich auf. Diese reichte umgehend Beschwerde in Washington ein.

Taiwanesisches Kriegsschiff
DPA

Taiwanesisches Kriegsschiff


Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat Waffenverkäufe im Umfang von 1,4 Milliarden Dollar an Taiwan genehmigt. Laut US-Außenministerium umfasst das Paket technische Hilfe für Radaranlagen, Anti-Radar-Raketen, Torpedos und Raketenbauteile.

China kritisierte das Rüstungsgeschäft scharf. Die Regierung in Peking lehne die geplanten Waffenverkäufe "strikt" ab, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenamts. Die chinesische Regierung habe in Washington bereits offiziell Beschwerde dagegen eingelegt und die US-Regierung auffordert, sich weiterhin zur sogenannten Ein-China-Politik zu bekennen.

China betrachtet Taiwan, das sich 1949 von Peking abgespalten hat, als abtrünnige Provinz. Die USA unterstützen die Ein-China-Politik, indem sie die Führung in Peking als alleinige Regierung Chinas anerkennen.

Mit dem Waffenverkauf wollten die USA Taiwans Fähigkeit untermauern, sich hinreichend selbst zu schützen, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Änderungen an der Unterstützung der chinesischen Ein-China-Politik durch die USA gebe es nicht.

Trump hatte bereits kurz nach seiner Wahl die Regierung in Peking verärgert, weil er die von ihr gegenüber Taiwan verfolgte "Ein-China-Politik" anfangs infrage gestellt hatte. China betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik. Im Februar relativierte Trump in einem Telefongespräch mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping seine ersten Äußerungen wieder.

asa/Reuters/AFP



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