Tiefststände bei US-Indizes Zinsangst und Konjunktursorgen belasten Kurse weiter

Die US-Börsen sind weiter abgesackt. Am Mittwoch steht die nächste Zinssitzung der Fed an. Möglicherweise könnte die hohe Inflation die Notenbank zu noch deutlicheren Zinsschritten bewegen.
Foto: Seth Wenig / AP

Die US-Börsen sind angesichts zunehmender Zins- und Rezessionssorgen weiter abgesackt. Marktteilnehmer fürchten, dass die unerwartet hohe Inflation die US-Notenbank (Fed) zu noch deutlicheren Zinsschritten bewegen könnte.

Abgestraft wurden einmal mehr vor allem die Aktien von Technologieunternehmen: Deren Auswahlindex Nasdaq 100 erreichte gleich zu Beginn den tiefsten Stand seit November 2020 und büßte gut eine halbe Stunde nach dem Handelsstart 2,95 Prozent auf 11.483,83 Punkte ein.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es nach dem tiefsten Stand seit März vergangenen Jahres zuletzt um 2,61 Prozent auf 3798,98 Zähler bergab. Gegenüber dem Rekordhoch im Januar bedeutet das einen Rückgang um mehr als 20 Prozent, womit das Börsenbarometer nach gängiger Definition einen Bärenmarkt signalisiert.

Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 2,01 Prozent auf 30.763,20 Punkte und blieb damit knapp über seinem Zwischentief aus dem Vormonat – seine Erholung in der zweiten Maihälfte ist damit erst einmal verpufft.

Nachdem am Freitag in den USA eine Teuerung auf dem höchsten Stand seit rund 40 Jahren vermeldet wurde, sorgen sich Marktteilnehmer, dass weitere und schnellere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed folgen könnten. Am Mittwoch steht die nächste Zinssitzung der Fed auf der Agenda, bei der weitere geldpolitische Straffungen als ausgemacht gelten. Entscheidend dürfte aber sein, ob die Währungshüter noch stärker aufs Tempo drücken als bisher erwartet.

svs/dpa
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