VEBA/VIAG Neuer Konzern soll E.ON heißen

2000 Menschen in drei Ländern haben die Fusionspartner VEBA und VIAG befragt, um einen Namen für das neue Unternehmen zu finden. Herausgekommen ist "E.ON". Der Name soll Fortschritt, Kompetenz im Kerngeschäft und Verbundenheit zur Gegenwart umschreiben.


Partnerschaft für die Ewigkeit: E.ONisten Hartmann, Simson
DPA

Partnerschaft für die Ewigkeit: E.ONisten Hartmann, Simson

Düsseldorf - Die Erklärung für den Namen E.ON, die VEBA und VIAG am Donnerstag abgaben, ist voller Symbolik. Das "E" steht für das Kerngeschäft der beiden Unternehmen, die Energie. "ON" zeige die Entschlossenheit, diese für Innovation, Expansion und neues Wachstum zu nutzen. "Eon" sei die englische Variante des griechischen Wortes für "Ewigkeit". Es handele sich also nicht um einen Kunstnamen. Die Schreibweise mit dem Punkt signalisiere die Verankerung in der Gegenwart. "E.ON bringt das neue Unternehmen auf den Punkt. Wir schaffen Neues auf der Basis des Bewährten", erklärten die künftigen Konzernchefs Ulrich Hartmann und Wilhelm Simson.

Der Düsseldorfer VEBA-Konzern geht mit gestiegenen Geschäftszahlen in die Fusion mit der Münchener VIAG. Sowohl beim Ertrag wie auch beim Umsatz seien 1999 Höchststände erzielt worden, teilte das Unternehmen mit. Der Konzernumsatz kletterte um 24 Prozent auf 103 Milliarden Mark (52,9 Milliarden Euro) und erreichte erstmals einen dreistelligen Milliardenbetrag. Der Gewinn nach Steuern stieg unter anderem bedingt durch Buchgewinne aus Verkäufen von Unternehmensteilen um 123 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.

Die Diskussion um den Ausstieg aus der Atomenergie belaste allerdings den Kurs der VEBA-Aktie. In dem künftigen Geschäft des fusionierten VEBA-VIAG-Konzerns stecke sicher mehr Phantasie, als es die derzeitige Börsenbewertung zum Ausdruck bringe, sagte VEBA-Chef Hartmann auf der Bilanzpressekonferenz. Die Konsensgespräche mit der Bundesregierung über einen Atomausstieg gestalteten sich aber weiterhin schwierig.

Ohne Bewegung auf Seiten der Regierung könne keine Einigung bei der Frage der Laufzeiten und beim Entsorgungsproblem erreicht werden. Hartmann unterstrich, die Eigentumsrechte an den Kernkraftwerken werde VEBA auf jeden Fall behalten.



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