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Arbeitskampf der Luftsicherheitskräfte Ver.di ruft zu bundesweiten Flughafen-Streiks am Donnerstag auf

Bahn, ÖPNV, Kliniken – und jetzt die Flughäfen: Deutschlandweit sollen an diesem Donnerstag die Luftsicherheitskräfte streiken. Dazu hat die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen.
Ver.di-Mitglieder am Frankfurter Flughafen

Ver.di-Mitglieder am Frankfurter Flughafen

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Flugpassagiere müssen sich an diesem Donnerstag auf Flugausfälle und Verspätungen gefasst machen. Grund ist ein bundesweiter Warnstreik der Luftsicherheitskräfte am 1. Februar, zu dem die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen hat. Betroffen sind die Flughäfen Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Köln, Düsseldorf, Leipzig, Dresden, Erfurt, Frankfurt am Main und Stuttgart.

Die Gewerkschaft teilte mit, dass sich der Aufruf an die rund 25.000 Beschäftigten der Luftsicherheitsbranche richte. Die sollen die Arbeit ab dem frühen Donnerstagmorgen niederlegen. Gestreikt werden soll dann bis Mitternacht. Die Beschäftigten sind an den Kontrollen für Passagiere, Gepäck und Personal tätig. Ohne sie ist kein Betrieb der Sicherheitsbereiche an den Flughäfen möglich. Daher dürfte der Flugverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahmgelegt werden.

Der Flughafen Hamburg hat bereits bekannt gegeben, alle 126 geplanten Abflüge am Donnerstag zu streichen oder ohne Passagiere stattfinden zu lassen. Am Flughafen Berlin Brandenburg werden keine Passagierflüge starten, auch Ankünfte können ausfallen – darüber entscheiden laut BER die jeweiligen Airlines.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem mehr Gehalt für die Beschäftigten. Bisher gab es in drei Verhandlungsrunden keine Einigung. Weitere Gespräche sind für die kommende Woche geplant.

Der Streik der Luftsicherheitskräfte reiht sich damit in zwei weitere Tarifkämpfe ein, die den Verkehr in Deutschland empfindlich stören: Am Freitag will Ver.di Beschäftigte im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern zum Streik aufrufen. Erst am Montagmorgen endete ein fünftägiger Streik der Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn, der den Fern- und Regionalverkehr erheblich traf. Nun will die GDL erst einmal weiter mit der Bahn verhandeln, bis Anfang März sind weitere Arbeitsniederlegungen ausgeschlossen.

Zuletzt war es im März vergangenen Jahres zu Warnstreiks auch in der Luftsicherheit gekommen. Damals ging es um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, die in den vergangenen Jahren deutliche Lohnsteigerungen durchgesetzt hatten.

fdi/dpa

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