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Am Freitag Ver.di ruft in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks im ÖPNV auf

Im öffentlichen Personennahverkehr kommt es am Freitag fast deutschlandweit zu Einschränkungen. Zu der Aktion hat die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen.
Stadtbahn in Dresden (Symbolbild): Am Freitag soll alles stillstehen

Stadtbahn in Dresden (Symbolbild): Am Freitag soll alles stillstehen

Foto: Monika Skolimowska / picture alliance / dpa

Ver.di hat für kommenden Freitag in fast allen Bundesländern zu ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. »Da jetzt in allen Bundesländern Tarifverhandlungen stattgefunden haben und ohne Ergebnis geblieben sind, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um mehr Druck auf die Arbeitgeber zu machen«, teilte die stellvertretende Ver.di-Bundesvorsitzende, Christine Behle, am Montag in Berlin mit.

Auf Fahrgäste kommen damit an diesem Freitag erneut erhebliche Einschränkungen vor allem im Berufsverkehr zu. Erst an diesem Montag hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihren mehrtägigen Streik bei der Deutschen Bahn beendet. Dort gilt nun bis einschließlich 3. März eine Friedenspflicht. Im Nah- und Regionalverkehr sind Arbeitskämpfe von Ver.di aber weiter möglich.

»Der Arbeitsdruck wird immer größer.«

Außer in Bayern verhandelt die Gewerkschaft in allen Bundesländern parallel mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden über neue Tarifverträge für die Beschäftigten. Von der Tarifrunde sind laut Ver.di mehr als 130 kommunale Unternehmen in den Städten und Landkreisen sowie insgesamt 90.000 Beschäftigte betroffen. Bei der ersten Verhandlungsrunde vergangene Woche kam in keiner Region eine Lösung zustande.

Verhandelt wird zwar in allen betroffenen Bundesländern gleichzeitig. Inhaltlich geht es aber um sehr unterschiedliche Forderungen. In den meisten Ländern geht es um die sogenannten Manteltarifverträge. Sie regeln vor allem die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) etwa fordert Ver.di unter anderem längere Wendezeiten, Urlaubsgeld und mehr Urlaub. »Die Belastung der Beschäftigten und die Personalnot im ÖPNV haben immer mehr zugenommen, der Arbeitsdruck wird immer größer«, teilte die Gewerkschaft vor einigen Tagen mit. »Es müssen also schnell Lösungen gefunden werden, um eine Entlastung herbeizuführen.«

Komplizierter läuft es in Brandenburg, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Hier geht es auch um die Entgelte, also höhere Löhne und Gehälter. In Brandenburg will Ver.di 20 Prozent, mindestens aber 650 Euro mehr für die Beschäftigten im Nahverkehr herausholen. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Unterstützt wird der Warnstreik von der Umweltbewegung Fridays for Future. »Wir alle brauchen einen verlässlichen Nahverkehr, mit dem wir sicher und günstig zur Arbeit, in den Klub oder nach Hause kommen«, teilte deren Sprecherin Darya Sotoodoh am Montag mit.

mik/dpa

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