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DEUTSCHE BAHN AG Verärgerte Vorstände

aus DER SPIEGEL 39/1999

Eigentlich wollte die Deutsche Bahn mit attraktiven Verträgen hoch qualifizierte Topmanager anwerben. Jetzt macht sie das Gegenteil. Nahezu alle rund 20 bereits ernannten Vorstände in den fünf Bereichs-Aktiengesellschaften der Deutschen Bahn mögen die ihnen vom bisherigen Chef Johannes Ludewig überreichten Verträge nicht unterzeichnen. Der Grund: Laut Vertragsklausel »vier« kann die Bestellung aus wichtigem Grund widerrufen werden, die Kündigungsfrist liegt nach dem Gesetz zunächst bei vier Wochen. Die Bahn habe das Recht, heißt es weiter, die Vorstände »bis zur endgültigen Beendigung des Vertragsverhältnisses und unter Anrechnung des offenen Urlaubsanspruchs freizustellen«. Die Klausel ist eine Novität auf deutschen Chefetagen. Die Vorstände können danach ohne Abfindungen entlassen werden. In einem Abschiedsbrief wünscht Ludewig den Kollegen im Vorstand »Gottes Segen und allzeit Gute Fahrt«.

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