Verbotene Preisabsprachen Kartellamt nimmt Versicherer unter die Lupe

Das Bundeskartellamt wirft führenden deutschen Versicherungsgruppen offenbar Preisabsprachen vor. Zahlreiche deutsche Allianzen sollen bei Industrieunternehmen zu viel abkassiert haben.


Hamburg - Unter Berufung auf Branchenkreise berichtet die "Financial Times Deutschland", das Bundeskartellamt werde in dieser Woche Schreiben an eine Reihe von Unternehmen und Versicherungsmanagern verschicken. Ihnen werde vorgeworfen, 1999 die Preisabsprachen getroffen zu haben. Anschließend hätten sie von Großkunden der Industrie überhöhte Preise verlangt.

Zu den Beschuldigten gehörten Allianz Chart zeigen und Gerling, außerdem die Victoria Versicherung, die AMB Generali Chart zeigen, die deutsche Tochter der französischen Axa-Gruppe, die Gothaer, Provinzial Düsseldorf und Sparkassenversicherung Stuttgart, hieß es. Die Allianz wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern, schreibt die Zeitung weiter. Es seien allerdings finanzielle Rückstellungen für mögliche Bußgelder gebildet worden, habe ein Sprecher gesagt. Auch bei Gerling habe niemand Stellung nehmen wollen.



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