Verdacht auf Aktienmanipulation LKA-Ermittler beschlagnahmen Millionenvermögen

Mit sogenannten Pennystocks soll eine internationale Bande Anleger um Millionenbeträge betrogen haben. Jetzt haben die Ermittler zugeschlagen – und Luxusautos und Immobilien sichergestellt.
Anzeigetafel der Frankfurter Börse: Auffällige Wertpapiergeschäfte

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Foto: Boris Roessler/ dpa

Wegen des Verdachts auf Aktienkursmanipulationen haben die Behörden im Rhein-Neckar-Raum und auf Mallorca mehrere Objekte durchsucht und Vermögen von mindestens 40 Millionen Euro beschlagnahmt. Drei führende Mitglieder einer internationalen Gruppe seien festgenommen worden, teilte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Montag mit.

Die Gruppe steht den Ermittlungen zufolge in Verdacht, Marktmanipulationen und Betrug begangen zu haben. Sie sollen sich mit kanadischen Geschäftspartnern zusammengeschlossen haben, um für im Prinzip wertlose Aktien zu werben und damit zu handeln. Unter Ausnutzung des manipulierten Aktienkurses sollen sie die sogenannten Penny Stocks unter anderem über deutsche Börsen »mit extrem hohen Gewinnen vor allem an ahnungslose Kleinanleger veräußert haben«, wie das LKA weiter mitteilte.

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren den Angaben zufolge Untersuchungen der Finanzaufsicht Bafin zu auffälligen Wertpapiergeschäften. Bei den beschlagnahmten Vermögenswerten handele es sich besonders um hochwertige Fahrzeuge und Immobilien.

mik/dpa-AFX