Verdacht der Untreue Neues Verfahren gegen Mobilcom-Gründer Schmid

Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid hat neuen Ärger mit der Justiz. Der Strafprozess gegen den früheren Milliardär vor dem Landgericht Kiel wegen dubioser Aktien- und Geldtransfers nach Liechtenstein ist noch nicht beendet - da eröffnet die Justiz ein weiteres Verfahren gegen ihn.


Kiel - Seit fast einem Jahr läuft der Strafprozess gegen Gerhard Schmid - jetzt gibt es nach SPIEGEL-Informationen neue Vorwürfe am Landgericht Kiel: Der 56-Jährige wird der Untreue zum Nachteil der Mobilcom AG verdächtigt, die inzwischen mit der Freenet AG fusioniert wurde.

Schmid: Alle Vorwürfe bestritten
DPA

Schmid: Alle Vorwürfe bestritten

Der Anklage zufolge soll Schmid als Mobilcom-Chef im Jahre 2001 gut 70 Millionen Euro ohne Rechtsgrundlage an die von seiner Ehefrau Sybille Schmid-Sindram geführte Millenium GmbH überwiesen haben. Schmid bestreitet die Vorwürfe.

Die Anklage war ursprünglich schon 2003 von der Staatsanwaltschaft erhoben worden – kurz nachdem der gescheiterte Unternehmer ein privates Insolvenzverfahren beantragt hatte. Sie wurde aber zunächst vom Landgericht wegen mangelnden Tatverdachts abgewiesen. Nach einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft, die nun vom Oberlandesgericht entschieden wurde, muss der Fall jetzt doch behandelt werden.

Wann der Prozess eröffnet wird, ist nach Angaben des Gerichts noch unklar.



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