Vergiftete Babynahrung Polizei verfolgt Spur in Niedersachsen

Ist der mutmaßliche Supermarkterpresser vom Bodensee in Niedersachsen unterwegs? Die Polizei geht einer möglichen Spur in Peine nach.

Fahndungsfoto der Polizei
Polizeipräsidium Konstanz / dpa

Fahndungsfoto der Polizei


Die Polizei in Niedersachsen geht Hinweisen nach, denen zufolge der mutmaßliche Supermarkterpresser vom Bodensee in Peine gesehen worden ist.

Angestellte eines Geschäfts in der Innenstadt informierten am Vormittag die Polizei, weil sie einen Mann beobachtet hatten, der dem mutmaßlichen Erpresser sehr ähnlich gesehen habe. Der Mann konnte allerdings vor Eintreffen der Beamten das Geschäft verlassen, teilte die Polizei am Abend mit. Eine Fahndung verlief demnach zunächst ohne Ergebnis.

Die Polizei hatte am Donnerstag Fahndungsbilder eines dringend tatverdächtigen Mannes veröffentlicht. Er soll mit der erneuten Platzierung von vergifteten Lebensmitteln in Supermärkten und Drogerien gedroht haben, um eine zweistellige Millionensumme zu erpressen.

Vergiftete Babynahrung

Mitte September waren fünf vergiftete Gläschen mit Babynahrung in Friedrichshafen entdeckt worden. Gefahndet wird nach dem Erpresser auch im Ausland, vor allem in Österreich und der Schweiz. Bisher seien bereits mehr als 650 Anrufe eingegangen.

Die Videoaufnahmen aus dem Geschäft in Peine sollen nun in Baden-Württemberg ausgewertet werden, sagte ein Polizeisprecher. Dort müssten die Aufzeichnungen mit dem Originalvideo einer Überwachungskamera verglichen werden.

Bei dem Geschäft handelte es sich Polizeiangaben zufolge um die Filiale einer Drogeriekette. Eine Auswertung des Videomaterials und "intensive Spurensuche" haben nach Angaben der Polizei ergeben, dass der Verdächtige keine Lebensmittel im Geschäft vergiftet hat. "Er hat eingekauft", sagte ein Polizeisprecher.

Die Ermittler baten Kunden, beim Kauf von Produkten auf mögliche Manipulationen an den Verpackungen zu achten. Es bestehe aber "kein Anlass zu Panik und Hysterie".

brt/dpa



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