Vermögen Deutsche besitzen im Schnitt 125.000 Euro

Die Deutschen werden immer reicher - zumindest im Durchschnitt. Pro Kopf besitzen sie 125.000 Euro, das sind 25 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Amerikaner und Japaner haben allerdings noch mehr auf dem Konto. Laut einer Studie legen sie ihr Geld einfach besser an.

Frankfurt am Main - Das Geld- und Sachvermögen der Deutschen ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gewachsen. Einer Studie der Dresdner Bank zufolge besitzen die Bundesbürger 25 Prozent mehr als im Jahr 1997, nämlich 125.000 Euro pro Kopf. Das teilte die Bank heute unter Berufung auf eine aktuelle Untersuchung in Frankfurt am Main mit. Trotz des Anstiegs bleibe Deutschland aber hinter den USA oder Japan zurück, wo das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen bei rund 174.000 beziehungsweise 131.000 Euro liege.

Als Grund für die Unterschiede nannte die Dresdner Bank unter anderem die schwache Einkommensentwicklung in Deutschland. Daneben seien die hiesigen Anleger zum Teil aber auch selbst schuld, wenn sie weniger Geld hätten als Amerikaner und Japaner. Weil die Deutschen beim Sparen zu großen Wert auf Sicherheit legten, ließen sie sich jährlich Rendite in Milliardenhöhe entgehen. Die Deutschen investieren demnach vor allem in sichere, aber niedrig verzinste Sparanlagen, während sie Aktien immer noch vernachlässigten.

US-Sparer konnten ihr Geld laut Dresdner Bank jährlich um 3,6 Prozent vermehren - vor allem dank ihrer größeren Risikofreude. Die Deutschen kamen nur auf eine magere Rendite von 2,3 Prozent. "Wenn sich daran nichts ändert, werden viele Menschen unter Altersarmut leiden", warnte die Bank.

wal/ddp/dpa

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