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Luftfahrt Verschreckte Kunden

aus DER SPIEGEL 4/1995

Die Nürnberger Regionalfluggesellschaft Eurowings verliert trotz günstiger Preise und gutem Service immer mehr Kunden. Schuld daran ist die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration). Die Sicherheitsexperten hatten am 9. Dezember ein Startverbot für Propellerflugzeuge des italienisch-französischen Herstellers ATR in den USA verhängt, da am 31. Oktober eine Maschine dieses Typs mit 68 Passagieren an Bord vor Chicago abgestürzt war. Inzwischen hoben die US-Behörden die Sperre zwar wieder auf - was der bayerischen Fluggesellschaft aber bislang wenig nützte. Ihre Flotte besteht fast ausschließlich aus Flugzeugen vom Typ ATR, die besorgte Manager und Privatleute weiterhin meiden. Hält die Verunsicherung an, könnte die Firma in eine ernsthafte Krise geraten. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz gerade mal um drei Prozent auf rund 335 Millionen Mark. Statt der erhofften Gewinne schreibt der Regionalcarrier noch immer Verluste. Bereits im vergangenen Sommer versuchte Eurowings-Eigner Albrecht Knauf, mit der Deutschen BA anzubändeln, doch die Verhandlungen scheiterten.

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