Versicherer Allianz verordnet sich hohe Wachstumsziele

Der größte deutsche Versicherer Allianz will die Gewinne bis 2008 deutlich steigern. Auch die vormalige Krisensparte Dresdner Bank soll wieder ein Plus im Milliarden-Euro-Bereich anpeilen.


München - Nachdem der Allianz-Konzern in diesem Jahr voraussichtlich das Ziel von vier Milliarden Euro übertreffen wird, solle der Gewinn 2006 auf gut 4,9 Milliarden Euro und damit um knapp 23 Prozent steigen. Das geht aus einer heute vorgelegten Kalkulation des Unternehmens hervor. 2007 rechnet die Assekuranz mit einem erneuten Plus von neun Prozent auf dann 5,4 Milliarden Euro. Im Jahr darauf soll der Gewinn wiederum um gut zehn Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zulegen.

Allianz-Zentrale (in München): Höhere Ausschüttung an Aktionäre
DPA

Allianz-Zentrale (in München): Höhere Ausschüttung an Aktionäre

Die Allianz-Tochter Dresdner Bank wird dabei den Angaben zufolge im laufenden Jahr ein Nettoergebnis von 968 Millionen Euro erreichen. Im folgenden Jahr werde das Ergebnis aber wegen geringerer Veräußerungserlöse auf rund 750 Millionen Euro zurückfallen. Bis zum Jahr 2008 soll die Banktochter der Allianz zufolge wieder schrittweise der Milliardenmarke beim Nettoergebnis näher kommen. Die Dresdner Bank galt lange als Sorgenkind im Allianz-Konzern. Erst seit dem Frühjahr 2004 schreibt das Finanzunternehmen wieder schwarze Zahlen.

Allianz-Aktionäre sollen in Form einer höheren Dividende von der Entwicklung profitieren. Diese soll in den kommenden drei Jahren um jährlich zehn Prozent erhöht werden. Für das laufende Geschäftsjahr hatte die Gesellschaft eine Ausschüttung von zwei Euro pro Aktie angekündigt.

Wie die Allianz weiter erklärte, rechnen die Verantwortlichen durch die Verschmelzung mit der italienischen Tochter Riunione Adriatica di Sicurta (RAS) mit Kosten von rund 95 Millionen Euro. In dem Betrag enthalten seien unter anderem Aufwendungen für Verschmelzungsprüfer, Veröffentlichungen, Registereintragungen, Beurkundungen sowie Börsenzulassungsprospekte und die angesetzten außerordentlichen Hauptversammlungen.

Im Februar sollen die Aktionäre von RAS und der Allianz der Verschmelzung der beiden Unternehmen zustimmen. Für 19 RAS-Aktien sollen die Anteilseigner drei Titel der Allianz erhalten.



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