Mehr Schäden Naturkatastrophen kosten Versicherer 31 Milliarden Dollar

Erdbeben, Unwetter, Hagelstürme - Naturkatastrophen treiben die Kosten von Versicherern in die Höhe. Laut einer Studie der Swiss Re fielen die Schäden gut 50 Prozent höher aus als vor einem Jahr.

Waldbrände in Kanada
AP/ Jonathan Hayward/ The Canadian Press

Waldbrände in Kanada


Naturkatastrophen haben die Versicherungsbranche im ersten Halbjahr hart getroffen. Weltweit lagen die Kosten bei rund 31 Milliarden Dollar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Swiss Re, des zweitgrößten Rückversicherers der Welt. Demnach fielen die Schäden 51 Prozent höher aus als ein Jahr zuvor und etwas höher als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre.

Während die Naturkatastrophen die Versicherer laut der Studie mit 28 Milliarden Dollar etwa 75 Prozent teurer zu stehen kamen als ein Jahr zuvor, kosteten von Menschen verursachte Katastrophen mit drei Milliarden Dollar gut ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor.

Die Erdbeben in Japan, mehrere Unwetter und Hagelstürme in den USA und Europa sowie Waldbrände in Kanada schlugen bei den Naturkatastrophen besonders stark zu Buche. Insgesamt kamen laut der Studie etwa 6000 Menschen ums Leben.

Großschäden, vor allem aus Naturkatastrophen, kosteten im zweiten Quartal den weltgrößten Rückversicherer, die Munich Re, 542 Millionen Euro. Auch den Gewinn der Allianz drückten sie zuletzt nach unten. Laut dem Versicherer schrumpfte der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Als Hauptgrund nannte die Allianz neben dem Verkauf ihrer Südkorea-Tochter auch Naturkatastrophen.

asa/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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MichaelundNilma 18.08.2016
1. Durchsichtiges Manöver
Die Auskunft über mehr Schäden, bezogen auf die Schadenssumme, führt in die Irre. Immobilien z.B. werden immer teurer, also steigt im Schadenfall die Versicherungsleistung. Ein Unterschied macht auch die Verdichtung beim Bauen. Es ist eben ein Unterschied ob auf einer betroffenen Fläche nur 1 Haus steht, oder mehrere. Die Versicherer benutzen solche Zahlen gern als Argument, die Versicherungsbeiträge zu steigern. Aussagekräftiger wäre die Anzahl der Schadensereignisse als Indikator heranzuziehen.
vepchi 18.08.2016
2. Einnahmen
hoffentlich nehmen die Versicherungen auch etwas ein, und müssen das nicht Alles aus eigener Tasche bezahlen...
spiegelinator 18.08.2016
3. Falsch
Nicht die Versicherer mußten mehr für Schäden ausgeben, sondern die Versicherten.
freeusa 18.08.2016
4. @Kommentare 1-3
Es zwingt Sie keiner eine Versicherung abzuschließen. Dann aber jammern, wenn der Schadenfall eingetreten ist.
Der Resignierte 18.08.2016
5. Da haben sie Recht
Zitat von freeusaEs zwingt Sie keiner eine Versicherung abzuschließen. Dann aber jammern, wenn der Schadenfall eingetreten ist.
aber, wenn man eine abgeschlossen hat und jahre oder jahrzehnte gezahlt hat, erwartet man in einem schadensfall auch eine zahlung von der versicherung. bei kleinen beträgen passiert das auch öfter mal, wirds aber mal teuer kommt das kleingedruckte, die anwälte und machmal auch schamloses lügen / betrügen (man kanns ja mal versuchen). so sieht der alltag bzgl. unserer versicherungen aus. so passt das schon mit dem beitrag vom spiegelinator
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