Versorger Defensive Aktien werden verschmäht

Die Börsen-Party, so scheint es, ist wieder in vollem Gange. Doch während die meisten Blue Chips seit ihrem Tiefpunkt nach dem 11. September praktisch täglich zulegen, verlieren die Aktien von Versorgungsunternehmen in den letzten Wochen an Wert.


Verschmähte Werte: Energieversorger-Aktien
DER SPIEGEL

Verschmähte Werte: Energieversorger-Aktien

Der Grund: Für die Börse gehört die Rezession fast schon der Vergangenheit an. Große institutionelle Investoren rechnen damit, dass die weltweiten Zinssenkungen spätestens im zweiten Halbjahr nächsten Jahres die Wirtschaft beleben. Sie fragen, wer als Erster von dem Aufschwung profitiert ­ und pumpen ihr Geld deshalb in stark konjunkturabhängige Werte wie Auto- oder Halbleiteraktien.

Versorger wie Eon oder RWE dagegen lassen sie links liegen. "Das sind defensive Werte", sagt Hans-Peter Schupp, Fondsmanager bei der Julius Bär Kapitalanlagegesellschaft, "die bevorzugt in unsicheren Zeiten gekauft werden." Aus diesem Grund seien die Versorger in ganz Europa gerade vor dem 11. September vergleichsweise gut gelaufen. Vor allem die französische Vivendi Environement oder die italienische Enel, aber auch die spanische Endesa haben tatsächlich seit dem Sommer ihre jeweiligen Indizes deutlich geschlagen.



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