Zur Ausgabe
Artikel 58 / 111

VEW beteiligt sich an Harpener AG

aus DER SPIEGEL 26/1992

Der von Finanzjongleuren arg beschädigte Mischkonzern Harpener AG erhält einen neuen Eigentümer. Der Dortmunder Energieriese VEW will den größten Teil der Harpener Aktien übernehmen, die einem Bankenkonsortium unter Führung des Schweizerischen Bankvereins und der französischen Paribas gehören. Die Geldhäuser hatten über 80 Prozent der Harpener-Aktien zur Sicherung von Krediten aus der Hinterlassenschaft des Schweizer Pleitefinanziers Werner K. Rey in Verwahrung genommen. Den Verkauf an VEW hat der Chef der Westdeutschen Landesbank (WestLB) Friedel Neuber eingefädelt. Der Staatsbankier wollte den Verkauf der einstigen Immobilienperle Harpener an ausländische Interessenten verhindern, er drängte den VEW-Vorstand daher zum schnellen Zugriff. Die WestLB, die rund zehn Prozent VEW-Aktien besitzt, wird sich voraussichtlich in dieser Höhe auch an der Harpener AG beteiligen.

Zur Ausgabe
Artikel 58 / 111
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.