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Viel Geld für die Sprachförderung

aus DER SPIEGEL 37/1989

Ausgerechnet bei der Sprachförderung für Aussiedler wollten die Haushaltsexperten der Bonner Regierungskoalition sparen und so die hohe Nettokreditaufnahme des Bundes etwas verringern. Die Sprachkurse, die bisher maximal neun Monate dauern, sollten verkürzt werden. Die Kosten wären um rund 400 Millionen Mark gesunken. Der Plan scheiterte, als die Etat-Fachleute merkten, daß die Sprachförderung nur durch Gesetzesänderung reduziert werden kann. Das aber wäre nicht ohne eine für die Regierung peinliche öffentliche Debatte abgegangen. Nun sieht es so aus, als wenn selbst die im Bundesetat für 1990 vorgesehenen 3,8 Milliarden Mark nicht ausreichen. Weil die Zahl der Aussiedler immer noch ansteigt, hat die zuständige Bundesanstalt für Arbeit bei Finanzminister Theo Waigel für 1990 schon rund fünf Milliarden Mark für die Sprachförderung angefordert.

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