Vioxx-Marketing Behörden ermitteln gegen Pharmakonzern Merck

Das Schmerzmittel Vioxx sorgt erneut für Aufregung. Laut "Wall Street Journal" ermitteln US-Behörden gegen den Pharmakonzern Merck. Der Verdacht: Das Unternehmen soll das Medikament für mehr Anwendungen vermarktet haben als erlaubt.


New York - Eingeleitet hat die Ermittlungen die Staatsanwaltschaft in Massachusetts. Sie gehe dem Verdacht nach, dass Merck das Schmerzmittel Vioxx für mehr Anwendungen vermarktet haben könnte als von den Behörden erlaubt, berichtet das "Wall Street Journal" auf seiner Internet-Seite.

Die Zeitung beruft sich auf eine nicht weiter genannte Quelle. Das Büro des Staatsanwalts war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ein Merck-Sprecher wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Merck hatte Vioxx 2004 vom Markt genommen, nachdem in Studien ein höheres Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko bei längerer Einnahme nachgewiesen worden war. Zehntausende Vioxx-Patienten verklagten den Konzern auf Schadensersatz. Die Milliardenkosten für Vergleichszahlungen und Entschädigungen belasten Merck nach wie vor. Früher hatte der Konzern mit Vioxx Jahresumsätze von 2,5 Milliarden Dollar erzielt.

wal/Reuters



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